{"\ufeffMH: Ja, hallo, ich gr\u00fc\u00df dich, sei herzlich willkommen zu unserem Junfermann Podcast. Apropos Psychologie, heute einmal dazu, wie Natur und Bewegung in Beratungen eingesetzt werden und so Sitzungen bereichern k\u00f6nnen. Dazu spreche ich heute mit der Heil- und Traumap\u00e4dagogin Eva Istas. Seit 2002 begleitet sie Menschen in herausfordernden Lebenslagen, wobei K\u00f6rper und Bewegung wichtige Elemente sind. Und zusammen mit Johann Friedrich Weber hat sie auch ein Buch geschrieben mit dem Titel 'Beratung in Bewegung: Praxisbuch f\u00fcr Coaching und Therapie in der Natur'. Das ist im Klett-Cotta Verlag erschienen, der diese Folge -heute auch pr\u00e4sentiert. So, und jetzt begr\u00fc\u00dfe ich ganz, ganz herzlich Frau Istas, herzlich willkommen, sch\u00f6n, dass Sie bei mir sind.\nEI: Hallo liebe Frau Heyer, ja, wunder, wundersch\u00f6n, dass ich hier sein darf und dass wir uns \u00fcber dieses f\u00fcr mich so wichtige Thema unterhalten d\u00fcrfen und damit noch ein bisschen mehr, ja, Begeisterung vielleicht bei der ein oder anderen Person ber\u00fchren d\u00fcrfen, wo vielleicht auch Momente geschaffen werden, wo unsere Zuh\u00f6renden dann sagen, ach ja, stimmt, habe ich noch gar nicht dr\u00fcber nachgedacht, dass man auf diese Art ja auch die Bewegung mit in meinen Coaching oder Praxisalltag mit reinbringen kann. Von daher, ja, lass uns gerne starten.\nMH: Ja, sie hatten ja auch im Vorgespr\u00e4ch schon gesagt, dass sie ganz gerne mit einer \u00dcbung anfangen m\u00f6chten, ne, dass wir sozusagen gleich praktisch ins Thema gef\u00fchrt werden, k\u00f6nnen wir gerne machen.\nEI: Ja, super. Ja, es ist ja so, dass wir in unserem Alltag oft vergessen, dass wir in 'nem beweglichen, bewegbaren K\u00f6rper wirklich jederzeit sind, ne. Und vielleicht auch jetzt in dem Moment, wo wo sie am anderen Ende der Leitung sind, wo unsere Zuh\u00f6renden da vielleicht mit Knopf im Ohr unterwegs sind, da ist die Einladung, wirklich noch mal in den K\u00f6rper noch 'n bisschen mehr reinzuf\u00fchlen, so wie jeder und jede da jetzt gerade ist. Und vielleicht einfach mal den K\u00f6rper in so eine Wasserpflanzen-Bewegung zu bringen. Machen Sie auch gerne mit. Genau. Also auf der einen Seite zu sp\u00fcren, an welchen Stellen der K\u00f6rper gerade den Untergrund ber\u00fchrt. Die eine oder der andere, der sitzt vielleicht gerade oder liegt gerade oder l\u00e4uft rum und da wirklich mal f\u00fchlen, ah ja, da f\u00fchlt sich gerade, da f\u00fchle ich gerade den Untergrund unter mir und der Rest des K\u00f6rpers ist aber frei beweglich. Das hei\u00dft, da kann man durch kleine Mikrobewegungen, das muss von  au\u00dfen \u00fcberhaupt gar nicht f\u00fcr jemand anderen sichtbar sein, kann ich da wieder ein bisschen mehr Bewegung reinbringen. Oft sind es die Schultern, die rufen, oh ja, beweg mich mal ein bisschen. Oft ist es vielleicht auch die ganze Wirbels\u00e4ule, die so eine, ja wie so eine kleine Schlangenbewegung machen m\u00f6chte, vielleicht auch mal, je nachdem, wie es gerade passt, die Stirn mal so ein bisschen runzeln und wieder locker werden lassen. Da haben wir dann Elemente aus der progressiven Muskelentspannung mit dabei und auf diese Art so ein bisschen wieder zur\u00fcckzukommen in den ganzen K\u00f6rper, ne, weil wir oft im Alltag doch sehr im Kopf drin sind, im Rumdenken und im Vorplanen oder im Reflektieren und auf diese Art auch den K\u00f6rper wieder mit reinnehmen in unser Hier und Jetzt und das kann man wirklich ja auch ganz sch\u00f6n mit in Praxisalltag reinnehmen, ne, wir merken unser unser Coachee oder unser Klient, unsere Klientin f\u00e4ngt an in disregulierte Zust\u00e4nde zu kommen und wir k\u00f6nnen erst mal bei uns selbst anfangen, mit Hilfe dieser \u00dcbung wieder mehr bei uns zu landen und dann ja Ruhe in uns finden. \nMH: Ich finde das Sch\u00f6ne an dieser \u00dcbung ist, ich mach sie \u00fcbrigens immer noch, dass man sich einerseits geerdet f\u00fchlt, aber trotzdem, je, je h\u00f6her man geht im K\u00f6rper, sich halt frei bewegt, ne, dieses, also dieses, ich bin geerdet, aber bin trotzdem frei. So, sehr sch\u00f6ne \u00dcbung, ja, ja. \nEI: Da bring ich grad 'n kleines Bild noch mit rein, da kann man auch sich so 'n Baum vorstellen vom inneren Auge, ne. Der Baum, der unten fest verwurzelt ist, ganz tief in die Erde, ne, die Resilienz und so weiter, das alles ist da und obenrum kann er, auch wenn er noch so dick und und und stabil wirkt, trotzdem kann er sich im Sturm und im Wind bewegen, die \u00c4stchen bewegen sich, denn wenn er das nicht k\u00f6nnte, dann w\u00fcrde der auch ja von von jedem Sturm dann schnell umgekippt werden und das d\u00fcrfen wir uns immer wieder bewusst werden, dass das wichtig ist und gut ist f\u00fcr unser Nervensystem und von daher immer mal wieder mit reinnehmen in den Alltag, wenn es sich knobelig anf\u00fchlt, so eine kleine \u00dcbung zu machen.\nMH: Ja, Natur und Bewegung, das sind ja so 2 Schlagw\u00f6rter, die wir, sage ich mal, im Grunde schon l\u00e4ngst inhaliert haben, ne. Aber sie sagen ja, Bewegung im Coaching, da gibt es ein echtes Defizit, und sonst h\u00e4tten sie ja auch kein Buch dar\u00fcber geschrieben und h\u00e4tten sich auch nicht jahrelang schon damit im Thema mit im Coaching besch\u00e4ftigt. Was haben Sie da beobachtet, warum diese L\u00fccke?\nEI: Ja, also was ich wahrnehme, ist das gerade jetzt so Coaches und so weiter, ne, die eher sich freier entfalten k\u00f6nnen, wie sie ihre Sitzungen so ausrichten, die blicken schon mal eher \u00fcber den Tellerrand und sagen, ach, ich experimentiere da mal ein bisschen rum und probiere da doch das ein oder andere Element aus dem Bewegungsspektrum mit reinzunehmen, sei es Indoor oder eben auch Outdoor. Und was aber total irre ist und auch f\u00fcr den Herrn Weber und mich beim Schreiben des Buches immer wieder gro\u00dfe Fragezeichen aufgeworfen hat, ist das Approbierte, wie hei\u00dft das, Approbierte, ja. Ja, Psychotherapeuten zum Beispiel, die d\u00fcrfen mit ihren Klientinnen und mit ihren Patientinnen und Patienten d\u00fcrfen die in der Regel gar nicht rausgehen, um da Bewegungseinheiten zu machen, weil das so von den Kammern her gar nicht vorgesehen ist. Es sei denn, es geht darum, dass die halt irgend 'ne Konfrontations\u00fcbung machen m\u00fcssen, ne, wenn es ums Thema Trauma geht, dass die halt dann sagen, O.K., wir gehen jetzt mal in in 'ne Situation, wo 'ne H\u00f6he da ist, wenn der Patient oder die Patientin H\u00f6henangst hat und ansonsten ist das \u00fcberhaupt gar nicht so vorgesehen. Wohingegen bei psychotherapeutischen Kliniken, da ist das teilweise schon gang und g\u00e4be, dass die 'n eigenen Garten haben, der daf\u00fcr ausgelegt ist, um Sitzungen und Therapieeinheiten eben auch drau\u00dfen zu machen. Also irgendwie ist da ja wie so 'ne, wie sie das gerade schon sagten, es ist als w\u00e4re da wie so 'ne Kluft dazwischen. Und Herr Weber und ich haben uns auch beim Schreiben des Buches mit einigen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten genau dazu unterhalten und die sagten auch, wir verstehen das nicht, wie es sein kann, dass das noch so- \nMH: ja\nEI: ja noch nicht so im im Fokus ist, ne. Und ja, das war einerseits die der Grund, warum wir das Buch geschrieben haben, um da noch mal aufmerksam drauf zu machen und andererseits, dass wir viele Kolleginnen und und Kollegen erleben, die aufgrund ihrer ihres Praxisalltages es eigentlich umsetzen k\u00f6nnten und die dann aber noch ganz viele Fragezeichen haben und sagen, O.K., wie soll ich jetzt starten, ich kann doch jetzt nicht einfach sagen, alle ziehen sich die Wanderschuhe an und wir gehen jetzt alle raus in die Natur. Da ist denen einfach der erste Schritt, die erste Schwelle ist denen da oft zu gro\u00df, ne. Und unser Buch holt unsere Leserinnen und Leser da ab, wirklich zu sehen, einerseits es gibt Studien, haufenweise Studien, die einen ermutigen und es gibt aber auch ganz wertvolle erste \u00dcbungen, die man machen kann, die ganz kleinschrittig sind und auch im Praxisraum funktionieren k\u00f6nnen, um so wirklich in kleinen Schritten da mutig zu werden und auch den eigenen Weg zu finden.\nMH: Aber hab ich das jetzt richtig verstanden, ich find das absolut komisch. Einerseits darf man, aber dann irgendwie doch nicht. So, ich, ich, ich sag mal so, wir kennen alle diese, dieses Symbol von der roten Couch und und dem Therapeuten im Sessel, das steht wohl f\u00fcr das Synonym psychiatrischer und psychologischer Behandlung, aber sie sagen ja auch f\u00fcr Therapie, Coaching oder auch Beratungsgespr\u00e4che, darf man und kann man die Natur als erweiterten Praxisraum nutzen. Warum hat man das denn bislang eher ausgeschlossen, hat das dann ganz praktische oder auch eher eher rechtliche Gr\u00fcnde?\nEI: Ja, ich glaube, das Feld ist riesig, ne, also es gab ja auch 'ne psychotherapeutische Bewegung, wo auch immer gro\u00df geschrieben wurde, ja, es braucht den neutralen Therapeuten, es braucht einen neutralen Raum, ne, es soll alles neutral, neutral sein. Als Heilp\u00e4dagogin, ne, in meiner heilp\u00e4dagogischen Ausbildung, da ging es dann wirklich darum, dass Beziehungen im Mittelpunkt steht einer Begleitung, ne, und das ist dann auch wahrscheinlich von Therapeut zu Therapeut unterschiedlich, ob jemand versucht, einen sogenannten neutralen Raum, 'n neutrales Gegen\u00fcber, dem Klient oder dem Patienten zu pr\u00e4sentieren oder ob man hingeht und sagt, O.K., ich nehme meinen zu begleitenden mit auf einer Reise und ich bin hier auch als Gegen\u00fcber mit 'nem Nervensystem, was was ausstrahlt und mein Patient, mein Klient, mein Coachee, wie auch immer, ne, reagiert da drauf und wir entwickeln hier gemeinsam etwas, was das Leben vielleicht einfacher machen kann oder L\u00f6sungen pr\u00e4sentiert bekommt aus dem Inneren heraus oder eben vielleicht auch durch gemeinsame Entwicklung. Und ja.\nMH: Darf denn, darf ich noch einmal einquatschen, darf denn der Therapierende tats\u00e4chlich also auf auch von der rechtlichen Seite her, darf er die R\u00e4umlichkeiten verlassen, von aus seiner Praxis heraus oder ist das tats\u00e4chlich nur im klinischen Umfeld m\u00f6glich?\nEI: Das ist jetzt die die gro\u00dfe Frage, ne, also ich als Heilp\u00e4dagogin, ich darf rausgehen mit meinen Leuten und dann ist es wirklich wieder die Frage, wenn jemand dann so eine Approbation hat und mit mit Kassen abrechnet, dann ist ja, also wie gesagt, wenn er auf eine Konfrontationsgeschichte geht, um quasi wirklich sich dann Trauma-Themen zu bearbeiten, dann ist es auch vorgesehen. Das hei\u00dft, da ist es dann rechtlich ja auch abgesegnet, ne. Und ja, das ist halt die gro\u00dfe Frage, inwiefern da jemand dann es vielleicht auch mit seinen Versicherungen und so weiter abrechnet, abwickelt, wenn halt dann drau\u00dfen was passiert. Ja, das ist \nMH: Ja, das verstehe ich ja. O.K., was sagen Sie denn, wenn wir mal so auf die klassische Variante schauen, oft auf auf die Stille des Raumes, auf den geschlossenen Raum, das hat ja wahrscheinlich auch den Vorteil, dass man sich wirklich auf ein Problem fokussieren kann, ne. Ist das so oder oder wie sagen sie, ich will jetzt so ein bisschen herausholen, inwiefern sie sagen, nein, Bewegung ist auf jeden Fall auch sehr, sehr wichtig.\nEI: Mhm, Ja, also wenn wir uns das Ganze auf Nervensystemebene angucken, dann k\u00f6nnen wir uns alle mal kurz reinf\u00fchlen, wie es uns sich f\u00fcr uns anf\u00fchlt in vielleicht unangenehmen 1 zu 1 Gespr\u00e4chen. Vielleicht ist es 'n Bewerbungsgespr\u00e4ch, wo wir ganz aufgeregt sind und wir versuchen dann ganz ganz sch\u00f6n brav dann an dem Tisch zu sitzen und blo\u00df nicht umzuwackeln, obwohl unser K\u00f6rper vielleicht sagt, so boah ja, ne, wie unsere Wasserpflanzen\u00fcbung ganz am Anfang. Oder wenn wir uns vielleicht noch 'n bisschen weiter zur\u00fcck beamen, in die Schulzeit, wo es dann hie\u00df, ja, du musst jetzt hier sch\u00f6n gerade sitzen und nachdenken und der K\u00f6rper, der der darf ja nicht mitmachen. Und in \u00e4hnlichen Situationen f\u00fchlt man sich ja dann trotzdem auch in solchen Beratungsgespr\u00e4chen oder therapeutischen Sitzungen, wo es 'n Sesselchen gibt, ne, dieses klassische Bild, was vielleicht jeder von uns gerade vor Augen hat, 2 Sesselchen auf einem Sessel sitzt, dann der Therapeut, auf dem anderen Sessel sitzen vielleicht wir und haben dann vielleicht Bewegungsimpulse und verbieten uns aus so 'nem Automatismus heraus, diesen Bewegungsimpulsen nachzugehen und wirklich \u00fcbers Denken und jetzt kommen wir halt auf den Punkt des Fokussierten. Ne, wir versuchen dann vielleicht zu sehr aus dem Denken heraus den Fokus auf die aufs reine Nachdenken und so weiter zu legen, anstatt ganzheitlich mit unseren Gef\u00fchlen und so weiter mit einzusteigen. Und da ist wirklich mein Appell an so ziemlich alle zu sagen, holt die Bewegung mit rein in den in den Praxisraum. Es muss nicht direkt sein, dass wir rausgehen in die Natur, aber wenn wir jemand neuen haben, der zu uns in den Raum kommt, dann auch vielleicht die Einladung auszusprechen, setz dich hier so hin, wie es f\u00fcr dich gerade passt, ne, sei es im Schneidersitz auf dem Sesselchen oder vielleicht den Kopf nach hinten, abgelegt oder gerne auch die, die den das Kinn auf die auf die H\u00e4nde abgest\u00fctzt oder oder wirklich die Einladung auszusprechen, das hier ist dein Raum und du bist hier willkommen mit all deinem ganzen Kram, was da gerade in dir drin vor sich geht.\nMH: Ja, super, ja, wie ist das denn, wie verh\u00e4lt sich das denn mit den neuro-, sage ich mal, neurowissenschaftlichen oder neuroplastischen Grundlagen, was ver\u00e4ndert sich da, wenn man die Bewegung mit ins Spiel bringt, wie wie verbessert das dann die den Beratungsprozess?\nEI: Mhm, ganz oft ist es ja so, dass wir uns angew\u00f6hnt haben, halt so sehr in den Gedanken zu sein, dass halt der Rest vom K\u00f6rper so wie abgespalten wirkt und gerade im K\u00f6rper, ne, das kennen wir auch aus der Ego-State-Therapie zum Beispiel, ach Quatsch, aus der Somatic Experience, jetzt haben wir es verwechselt, ne, dass wir einfach hingehen und im K\u00f6rper Resonanzen sp\u00fcren, wo sich 'n Gef\u00fchl \u00e4u\u00dfert, ne. Das haben wir auch in der sinnbildlichen Sprache, wenn wir sagen, boah, das macht mir Magendr\u00fccken oder da, da l\u00e4uft es mir eiskalt \u00fcber den R\u00fccken und so weiter. Und gerade unser K\u00f6rper hat ja so viel auch, was wir in der therapeutischen oder in der beratenden Sitzung mit ber\u00fccksichtigen k\u00f6nnen. Das hei\u00dft, wenn wir unseren unser Gegen\u00fcber dann einladen und sagen, wo im K\u00f6rper f\u00fchlst du jetzt gerade die Angst oder wo im K\u00f6rper f\u00fchlst du gerade die Freude, ne, ich arbeite sehr ressourcenorientiert, das hei\u00dft, wir f\u00fchlen auch dahin, wo ist die Freude und wo ist die Entspannung da, dann k\u00f6nnen wir noch mal auf so viel mehr Ebenen arbeiten, anstatt einfach nur im Kopf dr\u00fcber nachzudenken und es zu reflektieren, sondern wir nehmen halt ja unser ganzes System des Menschseins ganzheitlicher wahr und da sind noch mal viel mehr L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten M\u00f6glichkeiten dann drin, die ganze Kiste, wo es gerade vielleicht hakt, auf ja verschiedenen Dimensionen uns anzugucken.\nMH: Mhm. Welches Spektrum an M\u00f6glichkeiten bietet denn die Natur f\u00fcr das Coaching?\nEI: Mhm. Ja, also es ist so, wenn wir rausgehen, ne, ich, ich gehe jetzt mal mit so einem klassischen Bild, was ich, was ich euch jetzt auch mal so pr\u00e4sentiere, da habe ich ein Erstgespr\u00e4ch gehabt und klopfe vorher mal ab, ob es vielleicht Sinn macht, erst im Praxisraum sich zu treffen oder direkt rauszugehen. Und dann treffe ich mich mit der Person und die Person steigt aus dem Auto aus. Wir treffen uns an einem neutralen Ort AM-Parkplatz und erstmal ist es ja dann schon so, dass die Person nicht bei mir am Praxisraum klingelt und sagt, ich bin jetzt bei der Eva, sondern wir treffen uns an einem Ort, der f\u00fcr alle frei zug\u00e4nglich ist. Das hei\u00dft, es ist dann schon ein bisschen dieses mehr, wir sind ja auf Augenh\u00f6he und es ist unsere Natur, ne, das Setting geh\u00f6rt uns allen und dann gehen wir los und die Person w\u00e4hlt selber empowerment m\u00e4\u00dfig, in welchem Tempo sie gehen m\u00f6chte, ne, sie muss sich nicht irgendwie \u00fcberlegen, ja, wie setze ich mich jetzt auf den auf den Sessel bei meiner Therapeutin oder meiner Beraterin, sondern ich gehe jetzt in meinem Schritttempo, auf meine Art gehe ich jetzt los, so wie es f\u00fcr mich normal ist. Das hei\u00dft, ich als beratende Person kann dann auch schon mal sehen, O.K., die ist aber ganz sch\u00f6n flott unterwegs, sie pfl\u00fcgt jetzt hier durch die Gegend, ne, oder sie ist vielleicht 'n bisschen z\u00f6gerlich und auf diese Art kann ich auch bei der Person, die ich da gerade begleite, noch mal 'n bisschen mehr lesen. Was ist da vielleicht gerade los, ist sie vielleicht. \nMH: Wollte ich gerade fragen, ne, was sie daraus lesen, wenn jemand z\u00fcgig geht oder langsamer geht.\nEI: Oh ja, also das kann man auch so pauschal nicht sagen, denn es gibt dieses z\u00fcgig gehen, wo man merkt, oh, die Person rennt gerade 'n bisschen vor sich weg, ne, das hei\u00dft, das ist dann so zack zack zack, die ist dann eher in so einem dissoziierteren Zustand, ne und man hat dann auch so ein bisschen Schwierigkeiten hinterherzukommen, ne und auch da gehe ich dann meistens mit und gucke erst mal O.K. weil manchmal sind so die ersten paar Schritte und dann hat man wie so den Alltag abgesch\u00fcttelt und merkt, ah O.K. und jetzt komme ich in so 'ne Ruhe, ich ich hatte aber auch schon 'ne Klientin, die hat das 'ne komplette anderthalb Stunden Sitzung durchgezogen, ne, dieses zack zack zack. Und da hab ich gedacht, so hm, ich glaub, es macht Sinn, wenn wir uns erst mal im Praxisraum treffen und da andere \u00dcbungen machen, auch mit Bewegung nat\u00fcrlich, aber es ist dann wirklich ein aus dem, ich sitze hier und ich hab hier meinen Platz. Und so mach ich es mir dann auch zunutze, der Person zu zeigen, hier bin ich jetzt die f\u00fchrende Person, ne. Und dann hab ich aber auch Personen, die kommen und die sind dann eher z\u00f6gerlicher unterwegs und dann mache ich mit denen vielleicht 'ne Orientierungs\u00fcbungen im Raum. Das bedeutet, ich leite sie an, sich mal so 'n bisschen umzugucken, das k\u00f6nnt ihr als Zuh\u00f6rende jetzt auch mal mitmachen, einfach mal den Kopf zu bewegen, da wo ihr jetzt gerade seid und da innerlich 5 Dinge aufzuz\u00e4hlen, die ihr da jetzt gerade wahrnehmt. Einfach mal 5 Dinge aufz\u00e4hlen. \nMH: Einfach was ich sehe, ob das die Blume ist, die Tasse Kaffee, dabei den Kopf auch hin und her bewegen. Das hilft dabei, sich selber noch mal bewusst zu werden, O.K., ich bin jetzt hier vielleicht in einer Situation, die macht mich vielleicht ein bisschen aufgeregt und trotzdem habe ich hier die Hosen an, ne. Ich kann hier entscheiden, wohin ich meinen Kopf bewege. Wir kommen da so ein bisschen besser raus aus so einem ja Schreckmoment oder na vielleicht einer inneren Erstarrung, was auch mal sein k\u00f6nnte.\nMH: Sie haben eine Frage schon beantwortet, die ich gerade hier so in noch hatte. Also sie arbeiten nicht ausschlie\u00dflich in der Natur, ne, sie haben nat\u00fcrlich auch eine eigene Praxis und sie entscheiden dann immer wirklich flexibel, aha, was was ben\u00f6tigt die Klientin, der Klient und dann entscheiden sie, bleiben wir in der Natur oder gehen wir in die Praxisr\u00e4ume.\nEI: Genau und was ich auch mache, ich mache auch Online-Beratung und auch da, ne, das hei\u00dft, wir sitzen uns dann am Bildschirm gegen\u00fcber und auch da immer, immer die Bewegung mit rein, ne. Das hei\u00dft, ich sehe, die Person sitzt sehr angespannt, ne, wie in so 'ner Businesskonferenz, ne, die Schulter zur\u00fcck und sehr, ne, sehr kontrolliert, wie halte ich jetzt hier meinen K\u00f6rper und dann wirklich die Einladung rauszusprechen, musst du hier nicht, ne, du kannst deinen Laptop nehmen, du kannst dich ins Bett legen, ne und so bringt man dann auch die Inhalte, die wir erarbeiten, ins echte Leben mit rein, ne, weil die Person dann online von zu Hause mit dabei ist und ja, da ihre Erfahrungen sammelt in dem Bereich, ne zu Hause, wo dann vielleicht nachmittags das schreiende Kind um die Beine l\u00e4uft und da hat sie dann schon mal mit meiner Unterst\u00fctzung ja schon mal Vorarbeit geleistet, quasi ne ihr Nervensystem reguliert, ihre Entspannung gefunden und kann es dann ja noch mal ganz anders in ihren Alltag integrieren, zum Beispiel, ne. und aber auch mit Knopf im Ohr, hab ich auch schon gerne gemacht, die Person hat'n Knopf im Ohr, ist auf ihrem Lieblingsspazierweg, das ist 500 Kilometer entfernt von mir und ich sitz hier und bin mit der Person und sie beschreibt mir, was sie da sieht in der Natur, das geht auch ganz wunderbar, also ja, es ist sehr viel m\u00f6glich.\nMH: Genau, also ja, im Grunde alles ist m\u00f6glich, ne, dank Digitalisierung, sag ich mal. Aber sie, sie arbeiten ja aus einem besonderen Menschenbild heraus, das das macht mich irgendwie neugierig, da w\u00fcrd ich gerne mehr erfahren wollen. Sie sagen so, der Mensch ist immer mehr als seine Diagnose, aber auch mehr als seine Probleme, seine Verzweiflung, erst immer auch eine Sehnsucht, eine Hoffnung, ein Witz und individuelle Pers\u00f6nlichkeit, das hab ich Ihrem Buch entnommen. K\u00f6nnen Sie uns Ihr Menschenbild einmal bisschen n\u00e4her erl\u00e4utern.\nEI: Ja, vielleicht fange ich da an, als ich nach dem Abitur im Jahr 2002 \u00fcberhaupt nicht wusste, wo meine Talente sind und dann gedacht habe, OK, krass, das f\u00fchlt sich jetzt an wie so 'n gro\u00dfes schwarzes Loch und ich hab keine Ahnung, wohin mit mir und ich wusste aber auch, wenn ich mich jetzt in dem Loch verbuddle, dann bleib ich da jetzt erst mal 'ne Weile und dann hab ich mir so die innere Frage gestellt, wenn ich irgendwas jetzt in dem Moment entscheiden k\u00f6nnte, was mir Freude bereitet, arbeitsm\u00e4\u00dfig ohne jetzt aufs Geld oder auf 'ne Karriere zu achten oder so. was w\u00fcrde ich dann machen und dann war sofort O.K. mit Kindern soll das was sein. Und dann habe ich mich entschieden, so 'n ja freiwilliges Praktikum zu machen, unentgeltlich in 'nem Kindergarten und bin dann in 'ner integrativen Kindergartengruppe gelandet. Da war das war da, da war ich Anfang 20 und irgendwie habe ich da gemerkt, mein Draht ist besonders stark zu den Menschen, zu den Kindern, die ja, aufgrund k\u00f6rperlicher Einschr\u00e4nkungen, aufgrund psychischer, emotionaler Einschr\u00e4nkungen sehr, sehr gro\u00dfe Herausforderungen haben. Und das habe ich auch so r\u00fcckgemeldet bekommen von meiner Praxisanleitung und die sagte: 'Boah, Eva, in die Richtung muss es f\u00fcr dich weitergehen.' Und es war dieser Moment, ich sehe da immer noch dieses Kind im Rollstuhl, das kam an irgendwas nicht dran und das verzweifelte und ich habe mich in das Kind rein gef\u00fchlt und wusste: 'O.K., ich kann da jetzt 'ne Br\u00fccke sein, dass dieses Kind nachhaltig sich selbstwirksamer f\u00fchlt und das aber nicht so mit 'nem mit 'nem kognitiven Blick da drauf, sondern richtig rein gef\u00fchlt und mit so 'ner Freude und mit so 'nem Spa\u00df dabei, ne. Und das war so 'n Schl\u00fcsselmoment f\u00fcr mich, wo ich gemerkt hab, ich hab da irgendwie so 'n Talent, 'ne Gabe mit den Menschen reinzuf\u00fchlen, wo ist da die Freude in denen und wie k\u00f6nnen die aus der Freude heraus, obwohl sie vielleicht gerade das Gef\u00fchl haben, ich hab hier wie Mauern um mich rum, sei es sichtbare oder unsichtbare Mauern, ich kann da 'n n\u00e4chsten Schritt finden und ich werd so zur inneren Gl\u00fccksdetektivin, zum inneren Gl\u00fccksdetektiv. Und ja, daraus hat sich so dieses Menschenbild entwickelt und das aber ja auch beidseitig, sowohl durch mein Wirken mit den anderen Menschen, aber auch in mir drin, weil ich ja die Erfahrung sammeln durfte, ich bin nicht stehen geblieben, sondern hab meine innere Gl\u00fccksdetektivin auf die Reise geschickt und gleicherma\u00dfen ist dabei dann entstanden, dass die anderen Menschen da ja mehr Resilienz in sich entdeckt haben, mehr Freude, mehr ja Potentialentfaltung und das alles und das ist einfach ja so wundersch\u00f6n und allein wenn ich Ihnen das jetzt schilder, da gehen in mir 1000 Sonnen auf, weil das ja, das ist einfach 'ne 'ne Freude ist aus der Freude heraus sich so entwickeln zu lassen, ohne Druck und ohne dran ziehen und ohne so 'ne Strenge, sondern aus 'nem ganz kreativen Blick heraus.\nMH: Sie sind die Br\u00fcckenbauerin, aber sch\u00f6n, dass sie das, dass sie das f\u00fcr sich erkannt haben, es ist toll. Und ja, Br\u00fcckenbauerin auch so in Bezug jetzt auf unser Thema, insofern, dass sie ja Theorie und Praxis ganz stark miteinander verweben. Ja, Und jetzt w\u00fcrde ich sehr gerne auf Ihren, ja auch ausf\u00fchrlichen Methodenteil zu sprechen kommen. Sie f\u00fchren ja auch ganz, ganz konkrete Vorschl\u00e4ge an, ne, so Outdoor-Varianten und Interventionen f\u00fcr den Beratungsalltag. Ja, k\u00f6nnen wir da mal so ein bisschen was rausgreifen? Also ich hab mir so notiert, es gibt die Bl\u00fctenatmung, es gibt die Baumatmung, es gibt die Skalierung in der Natur, da sind so viele Begriffe, die m\u00fcssen Sie einfach mal erl\u00e4utern.\nEI: Ja, also f\u00fcr alle, die das Buch jetzt vielleicht noch nicht kennen, in dem Buch haben Herr Weber und ich gesagt, wir starten damit, dass wir uns beide vorstellen. Dann gibt's 'n ganz gro\u00dfen Block dazu, wo wir Studien uns angucken \u00fcber die ganze Welt, ne und gucken, wer bringt jetzt was mit rein und was sind ist die aktuelle Studienlage, wo wird in welche Richtung weiter geforscht, ne, das hei\u00dft, da ist dann unser Neocortex, also ne der der denkende Teil vom Gehirn, gut gen\u00e4hrt und da kann man auch immer wieder noch mal reinbl\u00e4ttern. Hilft auch, wenn wir Klientinnen oder Klienten haben, die vielleicht auch sehr rational unterwegs sind, dass man dann sich die ein oder andere Studie mal rauspickt und sagt, guck mal, der Herr Doktor so und so, der hat das auch gesagt und das ist doch interessant und spannend. Und wenn diese Basis halt dann gegeben ist, dann halt eben auch hinzugehen und zu sagen, boah ja, ich kann ja hier kreativ werden mit meinen Klientinnen und Klienten drau\u00dfen in der Natur oder eben auch im Praxisraum. Und da m\u00f6chte ich aber auch noch mal vorwegnehmen, dass man Methoden anbieten kann, aber man muss das nicht machen, ne. Der Herr Weber zum Beispiel, der geht einfach mit seinen mit seinen Klientinnen und Klienten raus, die gehen dann in Stuttgart im Stadtpark spazieren, die unterhalten sich, wenn es regnet, dann spannen sie sich 'n Regenschirm auf und das ist einfach 'n beratender Dialog gehen, ne, so kann es auch sein. Und f\u00fcr die Menschen, die aber sagen, ja, ich bin neugierig, ich hab vielleicht auch selber Lust, wenn ich in der Natur bin, eher kleine \u00dcbungen mit mir selbst zu machen, vielleicht auch mit meinen Kindern und hab das schon beobachtet, dass mir das Freude bringt, dann ist nat\u00fcrlich der Methodenschatz 'ne ganz wundersch\u00f6ne Inspirationsquelle, sich auch zu ermutigen und zu sagen, ah ja, die Eva hat's jetzt so beschrieben und f\u00fcr mich k\u00f6nnte es vielleicht so oder so in meinen Arbeitsalltag oder auch f\u00fcr mich selber reinpassen, ne. Ja, das jetzt mal so als Vorbau, um den Menschen auch zu zeigen, das kann eine Inspirationsquelle sein, aber es muss nicht sein, Methoden anzuwenden.\nMH: Aber ich bin jetzt einfach so neugierig, wie funktioniert denn zum Beispiel diese Bl\u00fctenatmung? Hei\u00dft das, ich schnupper mit der Nase an der Bl\u00fcte?\nEI: Die Bl\u00fctenatmung, die hab ich tats\u00e4chlich als Gruppen-\u00dcbung entwickelt, funktioniert aber auch ganz wundervoll f\u00fcr Einzelsettings oder auch f\u00fcr uns selber. Und zwar, ja, k\u00f6nnen wir auch jetzt gerne mal gemeinsam machen. Wer m\u00f6chte, kann gerne mal die Augen schlie\u00dfen. Und stellt euch mal 'ne wundervolle Bl\u00fcte vor. Jeder hat ja vielleicht so 'ne Lieblingsbl\u00fcte oder eine Bl\u00fcte, die euch jetzt so in den Sinn kommt. Vielleicht haben sie auch schon eine innerlich gefunden, Frau Heyer. Und stellen Sie sich jetzt einfach mal vor, dass die Bl\u00fcte entweder gerade ganz weit ge\u00f6ffnet ist oder geschlossen ist, 1 von beidem, was jetzt da gerade so passt. Und die \u00dcbung funktioniert so, dass Sie im Atemrhythmus sich vorstellen, dass die Bl\u00fcte sich langsam \u00f6ffnet und dann auch wieder schlie\u00dft. Bei der einen Person ist es vielleicht, dass die Bl\u00fcte sich schlie\u00dft, wenn wenn eingeatmet wird, bei der anderen, dass die Bl\u00fcte sich \u00f6ffnet, wenn eingeatmet wird. Das ist manchmal ganz individuell und auch von Tag zu Tag unterschiedlich. Klappt das bei Ihnen, Frau Heyer?\nMH: Das klappt und ich bewege mich schon wieder wie ich.\nEI: Wunderbar, das ist die Wasserpflanzen\u00fcbung mit. Genau. Und was wir da ansprechen, dass einerseits 'n Teil des limbischen Systems, ne, das ist der Teil, wo Gef\u00fchle verarbeitet werden, wo auch ganz oft sehr viel Stress mit drin sitzt und dadurch, dass ja jeder sich individuell 'ne Lieblingsbl\u00fcte ausgesucht hat, kann es sein, dass da jetzt auch sich so 'ne Art Freude und so 'n Gl\u00fccksgef\u00fchl bereit macht, was halt ja f\u00fcr jeden unterschiedlich 'ne ganz wundersch\u00f6ne Bl\u00fcte ist, die da sich vorm inneren Auge zeigt. Und gleichzeitig, weil's ja auch die Atmung mit mit integriert, diese \u00dcbung, wird bewusster geatmet Und jetzt k\u00f6nnen Sie auch mal gucken, wenn Sie das Gef\u00fchl haben, Sie sind gerade vielleicht ein bisschen aufgeregter, k\u00f6nnte man hingehen und sagen, ich erlaub mir mal, dass die Bl\u00fcte sich langsamer schlie\u00dft und langsamer \u00f6ffnet. Wenn man aber jetzt das Gef\u00fchl hat, boah, ich f\u00fchl mich gerade so ein bisschen, ich komm nicht aus dem Quark und ein bisschen so, ach so, so ein bisschen m\u00fcde und so, dann k\u00f6nnte man hingehen und sagen, ich mach \u00fcber die Atmung, dass die Bl\u00fcte sich ein bisschen flotter \u00f6ffnet und schlie\u00dft. Dann kann man auch mit den, mit der Perspektive spielen, man kann ein bisschen n\u00e4her dran gehen an die Bl\u00fcte oder die Bl\u00fcte sich ein bisschen weiter weg vorstellen. \nMH: Ist witzig irgendwie, diese diese Imagination, wie die tats\u00e4chliche, wie die so real wird, ne. \nEI: Und jetzt machen wir es ja in der Vorstellung und das ist aber auch was, was wir in der Natur machen, ne, jetzt im im Sommer, das hei\u00dft, der wir haben dem Klient, der Klientin die \u00dcbung vorab vorgestellt und sagen, vielleicht passt das heute, dass wir die mal machen und halten Sie oder du, je nachdem wie wir mit unseren Leutchen sprechen, w\u00e4hrend der Sitzung mal die Augen auf und guck mal, ob du da 'ne Bl\u00fcte am Wegesrand siehst oder sagst, ach mit der mit der Bl\u00fcte m\u00f6chte ich das jetzt gerne mal probieren. Das hei\u00dft, wir haben dann 'ne echte Referenz im Au\u00dfen. \nMH: Und dass wir uns so auf die Bl\u00fcte fokussieren, hat das so auch die Absicht, so uns in den Moment zu bringen, so in das ins Hier und Jetzt oder was ist so die Absicht genau. \nEI: Ja genau, ins Hier und Jetzt und dann sieht sieht man ja die Farben, ne, je nachdem werden auch Ger\u00fcche damit noch assoziiert oder vielleicht tats\u00e4chlich gerochen. Und jetzt kommt noch gerade bei der Bl\u00fcte noch mal so 'n Geheimtrick. Wir haben mit der Person 'ne Sitzung und ne von anderthalb Stunden, bei mir ist anderthalb Stunden, bei jedem ja unterschiedlich und danach geht die Person in ihren normalen Alltag wieder raus. Und wir haben aber ja noch die gleiche Jahreszeit und die Bl\u00fcte bl\u00fcht ja auch an anderen Orten, ne. Das hei\u00dft, wir haben so 'ne \u00dcbung gemacht und die Person ist dann vielleicht nachmittags, holt sie ihr Kind vom Kindergarten ab und der Kopf dr\u00f6hnt und oh Gott, oh Gott, das Hamsterrad geht schon wieder los. Und jetzt sieht die Person aber vom Kindergarten am Wegesrand genau diese Bl\u00fcte wieder. Ne, gleiche gleiche Blumenart und ist vielleicht entweder bewusst oder zumindest unbewusst eingeladen, dann auch wieder diese \u00dcbung zu machen, zum Beispiel, ne. Das hei\u00dft, so wird auch dann neurosystemisch diese eine \u00dcbung, die wir gemacht haben, reingewebt in den Alltag von unserer Klientin, unseres Klienten. Und ja, das liebe ich halt so sehr, ne, die Therapie oder Sitzungsinhalte irgendwie mit in den Alltag zu generalisieren.\nMH: Mhm, \nEI: Ja, ganz sch\u00f6n. \nMH: Sie, sie, sie, das ist, das ist wirklich sehr sch\u00f6n, auch wie sie sagen, dass ich dann, dass ich das auch f\u00fcr mich in in in die Beobachtung mit mit hineinnehme, ne, dass wenn ich etwas, wenn ich dann zum Beispiel auf einmal auf dem Spaziergang meine diese Blume entdecke, dass ich sofort wieder in diesem Moment bin, weil ich an an unser Gespr\u00e4ch denke.\nEI: Ja, \nMH: und dass ich das einfach immer wieder mit in mir trage und mitnehme. Sie sprechen ja den ganzen \nEI: Stopp und zwar, was ich auch noch super gerne mitmache, dass ich dann auch die Klientin frage, soll ich mal gerade ein Foto davon machen von der Bl\u00fcte oder magst du ein Foto davon machen, Stichwort Handy-Hintergrundbild, das einfach mal f\u00fcr ein paar Tage als Handy-Hintergrundbild, so dass die ganze Kiste noch ein bisschen mehr mit rein sickert in den Alltag.\nMH: Ja, klar, ja, ja, super. Sie sprechen aber auch von der Verbindung mit dem Zukunfts-Ich, was, was, was meinen Sie damit?\nEI: Ja, viele Menschen, die f\u00fchlen sich ja dann eher, wenn sie zu uns kommen, dass sie ja Knobeln\u00fcsse haben und da so, oh Gott, oh Gott, nee, das ich w\u00fcnsch mir das so gerne so anders und ich komm da nicht hin, ne, da sind wir auch wieder beim gro\u00dfen Thema Br\u00fccken, ne, das hei\u00dft, man hat so 'ne Sehnsucht nach etwas, was noch nicht da ist und aus dieser Sehnsucht heraus verlieren wir dann den Bezug zum Hier und Jetzt oft, aber im Hier und Jetzt k\u00f6nnen wir ja das bauen, wonach wir uns sehnen, ne, oder vielleicht dann auch Umwege nehmen oder vielleicht dann auch irgendwann sagen, dahin soll es ja dann doch nicht gehen, sondern ich nehme jetzt mal 'ne andere Abfahrt und finde 'n anderen Weg, nicht gl\u00fccklich zu f\u00fchlen, was vielleicht gar nichts mit dem urspr\u00fcnglichen Zukunftswunsch mehr zu tun hat. Und so 'ne Verbindung mit 'nem Zukunfts-Ich kann sehr dabei helfen, diese Sehnsucht nach au\u00dfen zu holen, das zu externalisieren und zu sagen, O.K., ich hab diesen Wunsch und ich stell mir jetzt einfach mal vor, wie ich hier mit mir bin in, ich sag jetzt mal, 10 oder 15 Jahren. Und dieses Ich in 10 oder 15 Jahren, dem spreche ich jetzt mal einfach zu, es hat jetzt das Ziel schon erreicht, ne. und ich, die Person, die jetzt aber jetzt gerade in der Sitzung oder auch f\u00fcr mich alleine zu Hause bin, ich kann dann das noch mal so 'n bisschen entkoppeln. Einerseits f\u00fchlen, O.K., ich hab jetzt gerade die Ressourcen um mich rum, ich hab gerade die und die Bausteine um mich rum, kann daraus mir was Sch\u00f6nes basteln und bauen und seh gleicherma\u00dfen dieses Ich in der Zukunft, was vielleicht das Ziel schon erreicht hat. Und dadurch gewinne ich dann einerseits 'n Abstand dazu und kann mir dann aber auch Ne, ihr kennt das vielleicht alle, dieses, ach Gott, jetzt komm ich aufs Wort nicht. Es ist eine Art der Anteilearbeit, aber auch eine Aufstellungsarbeit, darauf wollte ich hinaus. Das hei\u00dft, ich kann dann auch ganz verspielt, ne, wir sind jetzt in der Natur und ich sag, da hinten an dem dicken Baum ist jetzt vielleicht mein Zukunfts-Ich und ich seh es aus der Ferne und geh dem Zukunfts-Ich vielleicht entgegen und stell mich dann aber vielleicht auch mal dahin, wo ich mir vorgestellt hab, dass das Zukunfts-Ich ist und betrachte mir meinen ganzen Kladderadatsch, wo ich jetzt gerade bin, aus der Zukunft, ne und verbinde mich aus einer anderen Perspektive mit dem, wo ich mich da gerade im gro\u00dfen im gro\u00dfen Loch f\u00fchle oder so, ne und kann dadurch noch mal ein bisschen andere Perspektive darauf bekommen und mir vielleicht aus der Zukunft auch einen weisen Tipp geben oder vielleicht Ruhe zusprechen oder oder, ne, da gibt es ganz viele M\u00f6glichkeiten, sich in ja mit dem Zukunfts-Ich zu verbinden und dadurch, dass wir diese \u00dcbungen in Bewegung machen, sei es im Praxisraum oder in der Natur, eben dann auch ja wie Stellvertreter ausw\u00e4hlen und sagen, ah, so w\u00e4r's, wenn ich jetzt in der Zukunft bin, da kann man auch 'ne Timeline-\u00dcbung mit reinflie\u00dfen lassen, das kennen vielleicht viele der Zuh\u00f6renden, wo dann gesagt wird, O. K., ich bau mir einfach kleinere Abschnitte, Zeitabschnitte, bis ich vielleicht irgendwann da bin. Und werde dadurch auch wieder flexibler zu sagen, das hier kann eine m\u00f6gliche Zukunfts-Ich-Variante sein und es gibt aber noch die und die und die und die, ne. Wenn wir jetzt an die Eva, also mich vor 25 Jahren denken, ne, wo ich da nach dem Abitur nicht wusste, wohin und ja, dann hilft sowas eben auch zu sagen, ja, was womit k\u00f6nnen sie sich dann in Zukunft sich gl\u00fccklich f\u00fchlen, ne und dann war halt eine L\u00f6sung, ja mit Kindern was zu machen und dann ist man der ganzen Kiste schon mal wieder ein bisschen n\u00e4her gekommen. \nMH: Also so ganz langsam schlie\u00dft sich der Kreis tats\u00e4chlich, hab ich das Gef\u00fchl, obwohl es total komplex ist, wie sie das auch erl\u00e4utern, aber ich muss es trotzdem noch mal f\u00fcr mich so ein bisschen manifestieren, wenn sie sagen, so ich fokussiere mein Zukunfts-Ich und diesen Weg dahin, wie ich den schaffe, indem ich mein Zukunfts-Ich fokussiere, durch vielleicht Aufstellung oder durch wie, wie, wie, wie erkenne ich die kleinen Schritte zu meinem Zukunfts-Ich. \nEI: Da w\u00fcrde ich, ne, da, da sind wir auch beim gro\u00dfen Thema Intuition, ne, und in sich drin, diesen inneren Kompass lesen zu lernen und zu sagen, O.K., auch differenzieren zu k\u00f6nnen, das ist vielleicht 'n Wunsch, der aus einem Mangel heraus entstanden ist. Das hat vielleicht gar nichts mit mit meiner wirklichen inneren Berufung zu tun, sondern ist vielleicht was, was aus einem Mangel, sag ich, aus der Kindheit oder so raus entstanden ist. Und so lernt man das immer feiner auseinander zu klam\u00fcsern. Was hat wirklich was mit meiner Berufung, mit meinen Talenten, mit dem, was aus mir raus str\u00f6men m\u00f6chte, zu tun und was ist vielleicht etwas, was was ich vielleicht auch ablegen kann, mit einem mit einem ganz ruhigen Gef\u00fchl, wo ich sagen kann, ja, das brauche ich jetzt hier gar nicht mehr, ne und ja, fragen Sie noch ein bisschen weiter.\nMH: Ich glaube, was ich da anschlie\u00dfe, ist ist meine Frage nach den nach den Br\u00fccken, weil sie auch von den Br\u00fccken der Ver\u00e4nderung sprechen. Ja, ne, dass man altes etwas, was man nicht mehr gebrauchen kann, wirklich hinter sich l\u00e4sst und und und Neues erkennt und da seiner Intuition folgt und und und ganz mutig nach vorne geht, ne, was was sind so die diese ja diese Br\u00fccken, k\u00f6nnen sie es noch mal so ein bisschen definieren.\nEI: Ja, ja, jetzt ist es klar, genau und da auch verspielt, ne, das haben sie rausgeh\u00f6rt, dass es bei mir sehr verspielt zugeht und nicht so, ja, wir entscheiden uns jetzt f\u00fcr einen Weg und dann bleiben wir aber auch bei dem Weg, sondern wirklich zu ermutigen, so \u00e4hnlich wie ein Baum seine Wurzeln wachsen l\u00e4sst, ne, dass der sich vorantastet und sagt, O.K., eigentlich ist mein Ziel, dass die Wurzeln m\u00f6glichst viel Wasser abbekommen, ne, Zukunfts ich, also das, da m\u00f6chte ich eigentlich hin und dann tastet er sich mit seinen Wurzeln heran und und sp\u00fcrt wahrscheinlich, ah, da ist so 'ne Wasserader und da m\u00fcsste ich eigentlich mit der Wurzel hin und jetzt tada steht da aber 'n dicker Stein im Weg, ne. Und dann ist da kein Baum mit mit Zornesfalten oder mit grimmiger Miene da oben, der sagt, ja Mensch, jetzt liegt hier 'n dicker Stein, sondern ich erlaub mir mit meinen Wurzeln 'n anderen Weg dann zu ertasten in ganz kleinen Schritten. Ah, guck mal hier, da geht es nicht weiter, aber da, da geht es weiter und da, da kann ich ganz, ja fast schon m\u00fchelos meine Wurzeln weiter sprie\u00dfen lassen und tiefer in die Erde reinwachsen lassen, ne. Und da sind wir halt auch beim Thema Br\u00fccken bauen, dann halt hinzugehen und zu sagen, ich bau mir vielleicht sogar mehrere Br\u00fccken und probier die alle mal aus und f\u00fchl mal rein, ah, die die und die f\u00fchlt sich f\u00fcr mich vielleicht am stimmigsten an und dann gehe ich \u00fcber diese Br\u00fccke. Aber ich habe auch nicht vergessen, dass ich jederzeit auch wieder zur\u00fcck k\u00f6nnte und dann auch eine andere Br\u00fccke probieren k\u00f6nnte, ne? Und das ist nat\u00fcrlich was bei der Beratung in Bewegung, was wir in jeder Sitzungseinheit in der Natur wieder neu f\u00fcr uns entdecken d\u00fcrfen, denn die F\u00fc\u00dfe bewegen sich in der Beratung in Bewegung. Wir gehen vielleicht jedes Mal die gleiche Runde, nicht immer, ne, aber vielleicht und Trotzdem ist der Weg nicht vorgestopft, ne, wir m\u00fcssen nicht unbedingt diesen Trampelpfad an der Stelle lang gehen, sondern wir k\u00f6nnen auch mal 'n bisschen weiter links, bisschen weiter rechts und da f\u00fcr uns so 'ne Dynamik, so 'ne Flexibilit\u00e4t dann wieder mehr normal werden lassen.\nMH: Ja, Stichwort so Flexibilit\u00e4t, ne, es erfordert nat\u00fcrlich auch 'n Grad an Offenheit, ne, die der Klient oder Klientin haben sollte, ne. Mhm.\nEI: Ja, und er bringt sie nicht mit, ne, und und und er f\u00e4hrt dann, da habe ich auch schon haufenweise Beispiele aus meinem Praxisalltag, dass das eine Person ist, die sagt, ja, ich gehe eigentlich gerne wandern und deswegen m\u00f6chte ich jetzt gerne mal Beratung in Bewegung ausprobieren. Dann sage ich, ja, herbei, los, dann dann kommt diese Person richtig in Wandermontur an, ne, und so richtig so, ja, und jetzt gehen wir wandern, ne, und dann ist es doch schon anfangs vielleicht sehr kopfig, was ja auch v\u00f6llig in Ordnung ist, und auf einmal komme ich dann mit meinem ganzen Methoden kreativen Spielen oder Freude da an und auf einmal sagt die Person so, ach ja, ich darf ja spielen, ich darf ja kreativ erkunden und auf einmal, ne, das sieht man richtig, wie dann wie so ein Aufstrahlen ist, die Wangen werden rosig, die Augen fangen an zu strahlen und oder die \u00dcbung, die wir am Anfang gemacht haben, diese Orientierungs\u00fcbung, Dinge zu, ne, diese 5 Dinge z\u00e4hlen, ach nee, die haben wir ein bisschen sp\u00e4ter gemacht, egal, ne, da wirklich zu merken, ach ja, ich darf das ja, obwohl ich im Erwachsene Leute K\u00f6rper bin, darf ich weiter Dinge kreativ erforschen, ne. Wie so 'n Kind neugierig auf die eigenen Knobeln\u00fcsse werden und nicht mehr zu sagen, oh Gott, der hat mir das Leben, aber hier, oh nein, oh nein, ne. Sondern wirklich zu sagen, hey, ich hab hier 'ne Knobelnuss, ist ja interessant, was mach ich denn jetzt damit, ganz anderer Ansatz, ganz anderes \nMH: ganz anderer Ansatz und auch so, so, ich sp\u00fcre das bei Ihnen, auch so eine unfassbare, so eine Leichtigkeit, das Leben nicht ganz so schwer zu nehmen, sondern auch den Rucksack nicht zu schwer zu packen, ne. Was ich n\u00e4mlich auch noch fragen wollte, ja, was, was geh\u00f6rt denn eigentlich jetzt f\u00fcr, f\u00fcr, f\u00fcr die Therapierenden, was geh\u00f6rt denn in so einen Rucksack hinein, was, was haben sie drin, wenn sie den Methodenkoffer sozusagen jetzt mit nach drau\u00dfen nehmen.\nEI: Mhm, Er ist tats\u00e4chlich auch von Klientin zu Klient ein bisschen unterschiedlich. Was ich immer dabei habe, sind Taschent\u00fccher, weil nat\u00fcrlich auch schon mal Tr\u00e4nchen flie\u00dfen k\u00f6nnen, ne? Und ich pers\u00f6nlich bin so ein Typ, ich mache mir die Tr\u00e4nen auch gerne mit dem. Pulli weg, wo ich einfach denke, das sind ja meine Tr\u00e4nen, ne, aber es gibt auch Menschen, die einfach dann gerne 'n Taschentuch h\u00e4tten und dann hat man das einfach griffbereit und 'n Taschentuch zeigt ja auch immer, deine Tr\u00e4nen sind hier willkommen, ne, das ist alles, alles in Ordnung und es darf flie\u00dfen.\nMH: Ja.\nEI: Wenn es warm und sonnig ist, dann habe ich auch oder auch ja trocken ist, dann habe ich gerne 'ne beschichtete Picknickdecke dabei, weil gerade so hypnosystemische Einheiten, die machen wir dann auf dem Waldboden, auf der Decke und dann liegen wir da gerne rum oder beziehungsweise die Klientin liegt da. Manchmal lege ich mich auch, ne, je nachdem wie es gerade passt, im im geb\u00fchrenden Abstand mit hin, ne, das ist halt wirklich dann unterschiedlich. Und ja, da hilft dann so 'ne beschichtete Decke oder auch um mal 'ne Einheit im Sitzen zu machen, dass man die vielleicht auf 'nen Baumstumpf legt, je nachdem ja, wie die Person so drauf ist, ne, manche sagen, ach Quatsch, ich setz mich hier einfach so mit meiner Hose auf den Boden. aber das ist ganz, ganz unterschiedlich. Das hei\u00dft, 'ne beschichtete Decke darf gerne mit dabei sein. Dann in Sommermonaten, wo auch viele M\u00fccken unterwegs sind, hab ich gerne dann auch so 'n M\u00fcckenspray dabei, was ich anbiete. Ne, muss nat\u00fcrlich keiner nehmen, aber einfach um es mal dabei zu haben. Denn das ist nat\u00fcrlich ganz sch\u00f6n nervig, wenn man dann in innigen tiefen Gespr\u00e4chen ist und auf Entdeckungsreise ist und wenn einem dann da die Pieksis dann ein bisschen auf den Keks, ne, das hab ich schon auch dabei. Handy hab ich dabei immer, nur man wei\u00df ja auch nie, ob man vielleicht mal ja wegen irgendwas Hilfe braucht. Die Uhr am Handgelenk, ganz ganz wichtig, oder auf jeden Fall eine Uhr, wo man auch mal immer wieder gut drauf gucken kann, um die Zeit im Blick zu haben.\nMH: Ja, jetzt, jetzt haben wir eher mehr von der Beratung in Pr\u00e4senz gesprochen, ne, Aber Sie haben das ja vorhin schon erw\u00e4hnt, Sie, das geht auch online, das geht auch mit Knopf im Ohr, ne, wie wie auch immer, Sie d\u00fcrfen jetzt gerne den Werbeblock einschalten.\nEI: Ja, also alle Menschen, die mich gerne kennenlernen m\u00f6chten und die k\u00f6nnen sich bei mir melden und ich biete f\u00fcnfzehnmin\u00fctige Kennenlerngespr\u00e4che an, wo man einfach mal miteinander spricht und guckt, ob die Chemie stimmt und wie es so ist und da d\u00fcrfen auch gern schon Knobeln\u00fcsse ausgepackt werden und ja, dann gucken wir, ob es passt, wie es passt und wie wir zueinander finden. Und ja, gerne auch, das mache ich auch super gerne, Kolleginnen und Kollegen, die sich melden, die sagen, ja, ich m\u00f6chte gerne rausgehen mit meinen Leutchen und ich wei\u00df aber noch nicht, was der n\u00e4chste Schritt f\u00fcr mich pers\u00f6nlich sein k\u00f6nnte. Und dann gucken wir da auch ganz kreativ und kleinschrittig, ob es vielleicht erst mal mehr Bewegung im Praxisraum sein darf oder ob die Person vielleicht mit nahestehenden Personen erst mal \u00dcbungen drau\u00dfen macht, um da 'n bisschen sicherer zu werden.\nDa gibt es so viele M\u00f6glichkeiten, da neuen Mut zu finden und zu sagen, ach, ich erfinde jetzt meine Art Praxis zu machen und Begleitung zu machen, noch mal 'n bisschen neu und ja, es ist einfach richtig sch\u00f6n. Und was ja auch gerade wenn die Personen, die uns das gerade zuh\u00f6ren, die Natur lieben und da gerne unterwegs sind, dann d\u00fcrfen Sie sich auch mal vorstellen, wie es so w\u00e4re, 'n Teil des Praxisalltags eben drau\u00dfen zu machen, ne, dann ist nat\u00fcrlich nicht nur was f\u00fcrs Nervensystem unserer zu begleitenden, sondern auch f\u00fcr unser eigenes Nervensystem, ne, ist ganz seltsam rauszugehen und ja, drau\u00dfen zu sein in Bewegung, die Natur um sich rum zu sp\u00fcren.\nMH: auch wenn sie es fast schon beantwortet haben, aber ich frage es dennoch, wie wie ist denn so ihre ihre Botschaft an an uns, an an einmal an an die Klientinnen und Klienten, aber auch an die Therapierenden, wie ist ihre Botschaft, was Bewegung im Coaching angeht?\nEI: Ja, geht gerne noch mal, w\u00e4hrend ich da dr\u00fcber spreche, in die Wasserpflanzen-\u00dcbungen von ganz am Anfang. Ne, wir haben uns, glaube ich, angew\u00f6hnt, in unserer Gesellschaft, so wie wir, wie wir hier miteinander drauf sind, haben wir uns angew\u00f6hnt, oft im Kopf zu sein und den K\u00f6rper so ein bisschen au\u00dfen vor zu lassen. Und die Botschaft, die ist, nehmt den K\u00f6rper wieder mit rein, ne, wenn ihr in Hausaufgabenbegleitung mit den Kindern seid und merkt, boah, es wird eng, mein K\u00f6rper wird eng, erlaubt euch da in diese kleinen Bewegungen reinzugehen. Wenn ihr an der Supermarktkasse seid und merkt, boah, Stress, Stress, erlaubt euch, euch umzugucken 5 Dinge aufzuz\u00e4hlen. Wirklich, es sind oft die kleinen Routinen, die dann hin zum Gro\u00dfen ja wieder so 'ne Bewegungsfreude und Bewegungsnormalit\u00e4t einfach in den Alltag dann bringen, ne. Ja. Wenn ich Sp\u00fclmaschine ausr\u00e4ume, dann tanze ich, ne. Ich mach mal Musik an.\nMH: Ja.\nEI: Ja. Es ist einfach, ja, wir haben es uns abgew\u00f6hnt und wir d\u00fcrfen da wieder mehr hinfinden, dass das normal wird, dass wir uns bewegen. \nMH: Und soll ich Ihnen auch sagen, Frau Istas, ich hab mich fast die ganze Zeit w\u00e4hrend unseres Gespr\u00e4chs, wie diese Wasser Wasserpflanze hin und her bewegt. \nEI: Ja, \nMH: ja, ich, ich fand es ganz, ganz, ganz toll, denn, denn, denn, denn sie r\u00fccken ja etwas mit ihrem Thema in den Fokus, was, was ja eigentlich selbstverst\u00e4ndlich sein sollte, ne, aber eben tats\u00e4chlich in sowohl bei uns im Alltag, vielleicht auch, wir m\u00fcssen uns immer wieder darauf zur\u00fcckbesinnen, aber eben halt auch in der Beratung noch nicht, sag mal so, geb\u00fchrend Einzug gefunden hat, ne. Ja, ich sage ganz, ganz vielen, vielen Dank f\u00fcr unser Gespr\u00e4ch.\nEI: Ich danke auch und es war ganz zauberhaft mit dem Thema noch mehr rausgehen zu d\u00fcrften und ja, danke an alle, die zugeh\u00f6rt haben, die mitgemacht haben, die jetzt vielleicht den ein oder anderen Funken sp\u00fcren und sagen, ah, da guck mal, in der Situation, in der Situation k\u00f6nnt ich mich doch ein bisschen mehr bewegen, ja. \nMH: Ja, Frau Istas, also ganz, ganz lieben Dank und alles Liebe nach, ja, Richtung Aachen war das, glaub ich, ne.\nEI: Ja, genau, wir sind hier in R\u00f6ttgen, das ist St\u00e4dteregion Aachen, direkt. R\u00f6ttgen hei\u00dft das Tor zur Eifel, das hei\u00dft, hier geht es richtig sch\u00f6n mit der Natur los. \nMH: Natur ohne Ende, genau, ne. \nEI: Aber das ist nicht die Voraussetzung, um rauszugehen mit den Leuten, also das geht wirklich auch im kleinsten St\u00fcckchen Tag oder wo auch immer.\nMH: Frau Istas, ganz lieben Dank.\nEI: Ich danke Ihnen, Frau Heyer, vielen, vielen Dank und einen wundersch\u00f6nen, bewegungsfreudigen Tag.\nMH: Danke. Tsch\u00fcss.\nEI: Tsch\u00fcss.\nMH: Ja, mehr Bewegung im Alltag, das wird uns st\u00e4ndig geraten und ich meine, das ist ja auch absolut richtig so. Aber warum dann nicht auch mehr Bewegung im Coaching? ich durfte das heute mit der Heilp\u00e4dagogin Eva Isters n\u00e4her beleuchten. Sie hat unter anderem mit Johann Friedrich Weber das Buch dazu mit dem Titel geschrieben 'Beratung in Bewegung, Praxisbuch f\u00fcr Coaching und Therapie in der Natur'. Ja, ich fand unser Gespr\u00e4ch sehr bereichernd und ich hoffe, du konntest auch etwas von der Folge mitnehmen und freu mich nat\u00fcrlich immer gerne\nauf ein Feedback von dir unter blogweise.junfermann.de. Ja, ich sage danke f\u00fcrs Zuh\u00f6ren und bleibt mir nur noch zu sagen, gib sch\u00f6n auf dich acht deine Marion.": null}