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Es hat eine Bedeutung, eine ganz große Bedeutung, unser Gutshaus. Es ist doch immer, wenn man zurückblickt, es ist doch unsere Geschichte. Die Adelsfamilie von Ramin hat das Gutshaus erbaut.

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Ganz am Anfang gab es nur das Gut. Nach und nach entstanden ein paar kleine Häuser drumherum. Und noch später gab es dann die Aufsiedlung hier in Ramin. Es gibt noch einige historische Fotos von dem Gutshaus von Ramin. Und es gibt eine Adelschronik, wo das Gutshaus beschrieben ist. Das war Ende 1800, Anfang 1900. Da gab es einen sehr, sehr schönen Wintergarten.

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Ein Teehaus draußen gab es. Da gibt es eine kleine Insel. Auf dieser Insel steht noch ein kleines Denkmal. Da gibt es eine ganz alte Brücke noch dazu. Die steht heute noch. Nach 1932 ist das Schloss an den Staat gegangen und ist als Parteischule genutzt worden von der NSDAP.

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Und ich weiß auch, dass hier sehr oft ein Autokorso durchfuhr. Die Kinder haben dann gestanden und geguckt. Da fuhr schon mal ein Auto. Der Fleischermeister hatte ein Auto. Sonst hatte ja keiner ein Auto. Und die fuhren dann alle zum Schloss runter. Und das waren alles Parteigenossen. Parteibonzen haben wir immer so gesagt. Ansonsten war das Schloss immer tabu für uns. Vor 1945.

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Nach dem Krieg, da sind wir gerne im Park spazieren gegangen. Da war der Park immer Treffpunkt von den Jugendlichen. Ja, das hat alles hier der Geheimrat, also der letzte Besitzer von Ramin noch angelegt, von dem Schloss. Hat die Wasserleitung gelegt fürs ganze Dorf. Er hat die Dorfstraße bauen lassen. Er hat Wohnungen für seine Arbeiter ausgebaut.

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Und so steht es hier auch in der Chronik drin, in der Raminer Chronik. Er wurde sehr geachtet und hat auch jedem Arbeiter, wie er das der Siedlungsgesellschaft übergeben hat, geraten, hier zu Hause zu bleiben und der Heimat treu zu bleiben. Einige Erntefeste haben wir da drin sehr schön gefeiert.

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Da durfte ich dann auch schon mal tanzen gehen als 14-Jährige. Also da haben die Bauern, das waren ja noch alles Einzelbauern, die haben dann gespendet, einen Hahn und einen Huhn und einen Ferkel und eine große Tombola gemacht. Eine gute Kapelle aus Berlin in einem Saal und die andere Kapelle im nächsten Saal. Und da habe ich einmal eine ganze Nacht durch getanzt. Ja, toll.

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Und da habe ich zwei Erntefenster hintereinander einen Hahn gewonnen. Und da hat meine Mutter gesagt: "Das hat was zu bedeuten!" Und 1952 habe ich dann meine Tochter entbunden, 1951 geheiratet. Meine Erinnerungen an das Gutshaus liegen hauptsächlich in meiner Kindheit.

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Ich bin in Ramin aufgewachsen und bin fast täglich mit meinem Opa in einem kleinen Handwagen, wo ich drin saß, zum Gutshaus gegangen. Das Gutshaus diente da noch als Kinderheim. Und wir haben Essen, das Mittagessen, Abendbrotessen dort abgeholt, was mein Opa dann als Schweinefutter genommen hat. Ich bin selbst auch sehr, sehr neugierig, was ich hier noch über das Gutshaus erfahren kann.

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Ich freue mich über jede Erinnerung. Kommen Sie doch auch mal vorbei. 
Stubengeschichten - ein Projekt von Landlab im Auftrag des Kulturlandbüros.


