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Die Milchkannen... 10 Liter Milchkannen gab es und 20 Liter Milchkannen. Die 20 Liter Milchkannen mit 20 Liter Milch drin, die waren ganz schön schwer. Die 10 Liter, das ging dann noch. Aber die 20 Liter konnte ich gar nicht tragen, das war zu schwer. Ja, wir hatten einen Bauernhof hier in Blankensee und haben Kühe und Schweine gehabt.

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und mussten ja auch immer Milch abgeben. Der Staat verlangte: "So und so groß ist dein Hof, so und so viel hast du, und da musst du so und so viel abgeben." Sonst hast du Strafe bezahlt. - Gleich nach dem Krieg nachher, ich sag mal, bis 1950 oder 1960. Und dann nachher kam ja für meine Eltern, sag ich jetzt mal, war das ein Segen, dass die LPG war.

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Gleich rein in die LPG und dann warst du die eben los, diese Sorgen. Und dann brauchtest du das ja nicht mehr machen, du hattest ja nichts mehr. Meine Eltern wollten nicht in die LPG, die waren bis zum Schluss, die waren die Letzten... da waren noch drei Bauern, die da nachher reingehn mussten, also blieb ja nichts weiter übrig.

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Also die Kühe, die wurden früh schon gemolken, zum Beispiel früh um 6 Uhr, weil ja der Milchwagen dann um 7 Uhr früh kam und dann musste die Milch ja schon auf dem Milchbock sein.

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zum Abliefern zur Molkerei hin. Alle paar Häuser standen wie so eine große Bank, also das war der Milchbock. Und da haben wir dann die Kannen rauf gestellt und mittags haben wir die dann geholt. Und da war eine Nummer dran auf der Milchkanne, damit die in der Molkerei wussten, von wem die Milch ist. Und da wurden die dann geprüft und auch wie viel Liter.

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Auf Fettgehalt alles geprüft und dann nachher wurden die Leute dafür entlohnt. Haben dann dafür Geld gekriegt, oder? Oder Naturalien, wenn sie sich die bestellt haben, nicht? Ja, Butter und Sahne konntest du auch nehmen.

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Mittags kam dann das Fahrzeug und hat die Kannen wiedergebracht, aber mit Magermilch. Dann haben die Schweine das gekriegt als Butter. Ja, und wir hatten hier auch einen kleinen Laden im Dorf. Da konnte man Butter und Buttermilch und auch Vollmilch, konnte man sich holen. Der Milchmann hat dann

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große 10-Kilo-Blöcke Butter und Quark mitgebracht. Und diese Butter, sonst gab es ja immer noch Marken im Konsum, die gab es dann nachher schon frei zu kaufen. Da konntest du dann hingehen und konntest dir dann was holen. Unsere Oma hat mich doch hingeschickt mit der kleinen Milchkanne und dann hat sie gesagt, komm mal hin und hol uns mal eine Kanne voll Buttermilch. Ja.

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Also gemolken wurde in Eimer, dann stand die Milchkanne da. Die Milch kam hier rein zum Durchseihen, damit die sauber war. Dann wurde da das Sieb rein gelegt, dann kam die Watte rein, dann, dass die nicht verrutschen konnte, eine Klammer, dann kam noch mal ein Sieb und dann wurde die Milch da durchgeseiht.

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Wenn man die Kühe gemolken hat und die haben ja auch öfter so mit dem Schwanz umher, dann sind ja auch ein paar Flocken oder irgendwas in den Milcheimer rein gefallen. Das ist die Zentrifuge, hier kam die Milch rein und da kam die Sahne raus und hier die Magermilch. Und dann ist es immer so und da konnte man nachher die Sahne schlagen. Das ist das Butterfass, das wurde immer gleichmäßig gestampft.

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Meine Schwägerin war das, Irmtraut. Die musste auch immer mit Butterfass... Und ihre Mutter, und wehe da, immer schön gleichmäßig, hoch und runter, damit die Butter gut wird und nicht krümelig. Hier in der Heimatstube ist ja der Keller, wo das alles ausgestellt ist. Und da war es ja schön kalt und da konnten sie ja auch die Butter machen. Da war früher mal hier in der Heimatstube eine Molkerei.

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Unsere Heimatstube können Sie nicht nur anschauen, sondern darin können Sie auch übernachten. Dann haben Sie auch noch genug Zeit, sich genauer anzuschauen, wie früher hier gearbeitet und gelebt wurde. 

Stubengeschichten – ein Projekt von LAND-LAB im Auftrag des Kulturlandbüros.

