{"\ufeffTranskript: Apropos \u2026 Talente entdecken! Mit Andrea Landschof\n\nMH: Ja, hallo und herzlich willkommen. Ich gr\u00fc\u00dfe dich zu einer neuen Folge unseres Jungfermann Podcasts Apropos Psychologie. Heute lautet unser Thema: Entdecke deine Talente und nutze sie f\u00fcr positive Ver\u00e4nderungen in deinem Leben. Das klingt ja so erstmal schon mal ganz gut. Aber wie ist das mit deinen eigenen Talenten? Welche sind das? Wie erkennst du sie und wie kannst du sie richtig einsetzen? Und dazu habe ich heute Andrea Landschof zu Gast. Sie ist Supervisorin, Coachin und Transaktionsanalytikerin und sie hat das Buch geschrieben mit dem Titel \u201eDas bin ich verborgene Talente entdecken und Ver\u00e4nderungen gestalten\u201c. Das Buch ist im Junfermann Verlag in der zweiten und erweiterten Auflage erschienen. So, und jetzt freue ich mich ganz herzlich, Frau Landschof, dass ich Sie begr\u00fc\u00dfen kann. \nAL: Ja, ich freue mich auch, Frau Heier. Vielen, vielen Dank. Ich bin ganz gespannt und freue mich sehr auf den Austausch zum zu diesem Thema. Latente Talente, Talente ist eines meiner Herzensthemen.\nMH: Ja, sie sind das sind ja ihre 1 ihrer Herzensthemen. Wir hatten, glaube ich, vor 4. es ist schon lange, lange her. Ich glaube, es ist schon fast 4 Jahre her, dass wir uns auch im Podcast gesprochen hatten.\nAL: Ja, ich glaube sogar noch l\u00e4nger. 2018 kam die erste Auflage von dem Buch und ich glaube, dann so um die Pandemie.\nMH: Ja, es geht um Talente, um verborgene Talente. Sie sagen, es schlummert ja viel unentdecktes Potential in uns, ne? Ja, k\u00f6nnen Sie das mal so, weil ja jeder wahrscheinlich von sich denkt: 'Aha, ich bin im Reinen mit mir, ich, ich wei\u00df um mich, ich, ich hab alles in mir.' Wie ist das? \nAL: Ja, das Thema ist nach wie vor aktuell, nenn ich es einfach mal, obwohl es, wie gesagt, das letzte Interview und das Buch zweite Auflage jetzt schon ein bisschen her ist. Aber das treibt die Menschen immer noch um. So erlebe ich das zumindest auch in meiner Arbeit vorher, dass Menschen nach wie vor auf der Suche sind, was sind denn eigentlich meine Talente? Und so ein unentdecktes Talent, ich nenne das auch latente Talente. Das bedeutet, dass ja im Grunde etwas da ist, etwas angelegt und noch nicht gehoben, also noch nicht zum Leben erweckt. Und es ist in den Menschen geborgen und es geht darum, die eben zu f\u00f6rdern. Und ja, das ist eines meiner meine Aufgaben auch im Coaching, wenn Menschen zu mir kommen, die ganz neugierig sind.\nMH: Ja, wenn Sie zu Beginn einmal den Begriff Talent definieren?\nAL: Ja, ganz, ganz, ganz gerne. Und zwar ist das f\u00fcr mich tats\u00e4chlich die F\u00e4higkeit und ist eine generelle Anlage, sein Leben stimmig und autonom zu gestalten im herk\u00f6mmlichen Sinne. Ich wei\u00df nicht, was Sie so denken, wenn Sie an Talent denken. Die meisten denken dann, das muss was ganz Besonderes sein, Au\u00dfergew\u00f6hnliches. Es muss hervorstechen, auf eine gro\u00dfe Art und Weise sichtbar werden. Und f\u00fcr mich ist es wirklich, wie ich gerade sagte, so eine generelle Anlage, die in jedem Menschen ist. Und es bedeutet speziell, dass es so ein innerer Schatz ist. Ein latentes Talent bedeutet, das sind M\u00f6glichkeiten des F\u00fchlens, des Denkens und des Handelns. Und bei dem Begriff Talent geht es darum, mir das f\u00fcr die Menschen, mit den Menschen zusammen nat\u00fcrlich sichtbar zu machen, also einen Raum zu geben, individuelle F\u00e4higkeiten, die sie nur unzureichend kennen, gilt es halt erkenntlich zu machen, auszusch\u00f6pfen und vor allem \u00dcbungsfl\u00e4che daf\u00fcr zu haben.\nMH: Jetzt muss ich fragen, warum gibt es eine zweite Auflage? Was ist anders als im ersten Buch, was ist neu? \nAL: Also, erstmal vielleicht eine ganz simple Antwort, weil die erste Auflage verkauft wurde, sehr gut verkauft wurde. Und dann gab es eben die zweite Auflage. Und in dem Zusammenhang habe ich nat\u00fcrlich auch noch mal die ganzen Jahre und die Arbeit angeguckt und evaluiert. Und es gab viele Anfragen in Richtung mehr Unterst\u00fctzung bei dem Ver\u00e4nderungsprozess zu erhalten von von meinen Klienten. Also die. \u00dcberarbeitung hat nicht nur, aber vor allem Kapitel 10 bedeutet, und das ist das Kapitel, wo es darum geht, wie die Ver\u00e4nderung ganz praktisch gelingt. Also zum Beispiel, um mal ein Beispiel zu nennen, dass ich dort neu hinzugenommen habe, ein thinking doing gap. Das bedeutet, dass die Kluft zwischen dem, was Menschen ver\u00e4ndern wollen, und dem dass sie es auch tun und umsetzen, dass ich darauf st\u00e4rker eingegangen bin. Also oftmals gab es da so ein ein Gap, hei\u00dft ja eine Unterbrechung. Also die Menschen wussten, ich will mich beruflich ver\u00e4ndern, ich habe auch das und das Ziel, aber sie haben nicht darauf eingespielt. Also es wurde nicht darauf eingezahlt auf das Ziel. Und das ist so ein Beispiel f\u00fcr die \u00dcberarbeitung, aber auch zum Beispiel der zweite Punkt war, dass ich st\u00e4rker zu dem Thema Zieldefinitionen und vor allem lohnenswerte Ziele gearbeitet habe oder geschrieben habe, wie Menschen noch st\u00e4rker f\u00fcr sich herausarbeiten, was sie wirklich, wirklich wollen.\nMH: Und Sie haben das gerade auch schon gesagt, dass Sie beobachten, dass sehr, sehr viele Klienten, Klientinnen auf sie zukommen, eben halt mit diesem Bed\u00fcrfnis, Talente, verborgene latente Talente in sich zu entdecken. Worum geht es da in erster Linie? Was sind das f\u00fcr Talente? Geht es da eher in in in die berufliche Richtung oder eher in die Frage so, wer oder was bin ich? \nAL: Genau. Also es ist ja so, dass mein Schwerpunkt beruflicher Neustart ist und die Menschen zu mir kommen, die zu mir kommen, haben, sp\u00fcren schon eine Unzufriedenheit in ihrem jetzigen Job, in ihrer jetzigen T\u00e4tigkeit und sie w\u00fcnschen sich jetzt endlich, die meisten sind so zwischen 40 und 60, also in der Lebensmitte, jetzt endlich darum, das Richtige zu tun, den richtigen Job. Und mit richtig ist bei Ihnen gemeint, dass er zu Ihnen passt, dass er stimmig ist und zu Ihren F\u00e4higkeiten, sprich Ihren Talenten passt. Und Sie kommen an der Stelle, wo Sie schon Unzufriedenheit sp\u00fcren, also eine Irritation oder ein St\u00f6rfeld haben, aber noch nicht wissen und sich noch nicht, also welches Talent es ist und Sie noch nicht wissen, wie Sie sich entscheiden sollen. Also die Menschen, die zu mir kommen, brauchen Entscheidungs Und Umsetzungshilfe, \nMH: weil vielleicht der erste Berufsweg, den man eingeschlagen hat, nicht der tats\u00e4chlich richtige f\u00fcr einen ist, ne? Dass wir so, wie wir halt in unserer Jugendzeit oder auch in der Kindheit, je nachdem, wie wir gepr\u00e4gt worden sind, dann erst mal einen Weg gegangen sind und dann dabei geblieben sind. Aber letztendlich sp\u00fcrt man dann irgendwann, verdammt, da ist doch noch, das kann es jetzt nicht gewesen sein. Ich m\u00f6chte das nicht bis zur Rente durchziehen, ne? \nAL: Genau, einmal kann das sein, weil Sie, wie Sie richtig sagen, zu Beginn eine eine jugendliche Entscheidung getroffen haben oder eine Entscheidung aufgrund von elterlichen gebundenen Loyalit\u00e4ten. Es kann aber auch sein, einfach weil ein Reifungsprozess stattgefunden hat oder weil jemand ein eine Spezialistin, ein Spezialist geworden ist und sich weiterentwickeln will. oder aber weil jemand andere Interessen entwickelt hat, jetzt mit 4050 und aufw\u00e4rts. Also das sind immer sehr unterschiedliche Gr\u00fcnde, die zu zu mir f\u00fchren. \nMH: Dann gehen wir doch jetzt tats\u00e4chlich mal in medias res, sozusagen Talente entdecken. Ja, wie stellt man das an? Sie haben von unterschiedlichen Tools gesprochen.\nAL: Ja, tats\u00e4chlich. Wenn ich jetzt meine Definition noch mal heranziehe, dass das ja verdeckte zun\u00e4chst erst mal F\u00e4higkeiten des Denkens, F\u00fchlens und Verhaltens sind, bedeutet das, dass ich mir erst mal bewusst mache, Mhm, was, was da vielleicht noch verdeckt liegt oder was das f\u00fcr Sch\u00e4tze sind, das bedeutet oft Erinnerungsarbeit, also zur\u00fcckzuschauen, \u00fcberhaupt hinzuschauen, was kann ich gut. Also wenn ich jemanden frage, was sind so deine Talente, so auf den ersten Schwung, ne, ohne jetzt tiefer einzusteigen, sagen Menschen oft das, was sie schon lange gemacht haben oder etwas, was sie gerne machen. \nMH: Aber das kann ja auch etwas Angelerntes sein. \nAL: Absolut, deshalb sage ich gerade, das ist noch nicht das Talent. Also darum gehe ich gerne immer weiter oder noch eine Spur tiefer. Das kann etwas genau Angelerntes sein, was man schon lange gemacht hat und was dem oder derjenigen, die das sagen, oft auch gar nicht als Talent erscheint. Also ein Talent bedeutet f\u00fcr mich, dass ich es einmal gerne mache, dass ich es gut mache und dass es mir leicht f\u00e4llt und auch nur in diesem Dreiklang. Wissen Sie, weil nur, was ich gut mache, muss ich ja nicht gerne machen. Also ich wei\u00df nicht, wenn Sie mal so gucken, was Sie gut machen, ich kann viele Sachen jetzt gut vielleicht in Bezug hier auf das Haus oder aufgrund Routinearbeiten, aber ich muss sie nicht gerne machen. Und es f\u00e4llt mir auch nicht leicht. Aber in in diesem Dreiklang kommen wir diesem, was ich als Talent bezeichne, schon n\u00e4her, weil da gibt es einfach eine andere Energie. Da gibt es nun, wie sagt man auch umgangssprachlich schon so einen Flow. Und das ist wirklich Spurensuche, das zu heben und da alten, vergrabenen, ja, Gewissheiten oder Gedanken, darum sage ich so, alte Gedanken versch\u00fctten auch so ein urspr\u00fcngliches Talent oft. Ist das so deutlich wie,\nMH:  ja, ja, auf jeden Fall, ja. Und sie sagen auch, dass wenn man das sp\u00fcrt, dass dass da etwas in einem schlummert und man sich tats\u00e4chlich dem Leben neu \u00f6ffnen m\u00f6chte, dass man dann aber auch eine Komfortzone eben verlassen muss und um in diese Wachstumszone zu kommen. K\u00f6nnen Sie das noch mal so ein bisschen f\u00fcr uns erl\u00e4utern?\nAL: Ja, da gibt es tats\u00e4chlich sicherlich auch Wachstumsschmerzen und unbequeme Entwicklungszonen. Wenn jemand da hinguckt, kann das auf den ersten Schwung ganz freudig sein. Und jemand hat nat\u00fcrlich auch Lust, wenn wir ein Bild dazu entwickeln und jemand sagt: Mensch, das ist ein Talent. Und gleichzeitig bedeutet das, dass jemand alte und bequeme Gewohnheiten verl\u00e4sst, so einen alten Arbeitsplatz. Stellen Sie sich vor, Sie sind da schon lange, Sie sind da routiniert. Und es geht darum, wirklich jetzt einer Vision zu folgen, ein neues Talent in einem Beruf anzubringen. Das kann ja einfach bedeuten, dass Sie, ich sag mal so ein Klassiker bei mir ganz praktisch, dass Sie erfolgreich sein wollen und sich das erlauben als Frau. Also Sie erlauben sich als Frau den Gedanken, Und es ist auch, dass sie sich befreien von der Loyalit\u00e4t, zum Beispiel zu der Ursprungsfamilie, dass sie sagen, okay, ich gehe jetzt in einen neuen Job, da werde ich mehr Geld verdienen und dann gehe ich tats\u00e4chlich in eine neue Zone. Und das kann erst mal unbequem sein, weil das ist ja einfach ungewohnt. Es ist noch mit alten Denkmustern verbunden, mit alten Gef\u00fchlen, mit alten Verhaltensweisen. Und das bedeutet erst mal, kleine Schritte zu machen. \nMH: Auf jeden Fall. Und ich meine, das erfordert ja auch eine Menge Mut, \nAL: absolut, \nMH: den, den, den Job wirklich zu k\u00fcndigen und auch dann den wirklich zu finden, der dann wirklich zu einem passt. Ja, das kann ja auch noch mal die Gefahr sein, ob es dann vielleicht auch nur so ein Trial und Error ist, ne.\nAL: Ja, da sind einfach schon viele Punkte drin jetzt gerade, die Sie mit erw\u00e4hnen, die bei diesem Zonengang, wie ich das nenne, eine Rolle spielen. Entschuldigung, dass wir einmal nat\u00fcrlich Mut brauchen, aber ich finde, Mut ist, es trotz Angst zu tun. Und das ist das, warum Menschen auch zum Beispiel die Begleitung suchen, weil das einfach ein Support dabei ist bei diesem Weg, etwas auszuprobieren. Und sie sagten auch, Trial and Error. Ich finde, das kann immer nur ein Erkenntnisgewinn sein, dieses Trial and Error, ein guter in der Regel. \nMH: Sie haben das auch vorhin schon angedeutet, die Sie sprechen von inneren und ja, manchmal auch falschen Antreibern. Woran sp\u00fcrt man das? Wann, wann, ja, wann sind es, wann bin ich wirklich falsch angetrieben? Wie kann ich das differenzieren?\nAL: Ja, Sie sprechen da so ein Konzept aus der Transaktionsanalyse an, das Konzept der Antreiber, Antreiberdynamiken. Und ich w\u00fcrde es vielleicht anders benennen, nicht falsche und richtige Antreiber, sondern eher Antreiberdynamiken bedeuten, dass das alte, fr\u00fch gelernte Verhaltensweisen, Denk und F\u00fchlweisen sind, die wir ganz fr\u00fch gelernt haben, auch schon als Kind, und die heute noch anwenden und uns treiben. Also dass wir uns immer noch anstrengen, dass wir zum Beispiel uns immer noch beeilen, dass wir uns immer anpassen. Also das bedeutet im Erwachsenenalter nach einem bestimmten Muster durch die Welt zu gehen oder eben auch zu arbeiten. Und was Sie so als, wie sagten Sie, gut, glaube ich, so die Differenzierung, das w\u00fcrde ich eben eher als ein darin liegendes Talent bezeichnen, weil was Sie so fr\u00fch als Antreiberdynamik gelernt haben, was damals sinnvoll war als Kind, ist heute eben nicht mehr hilfreich. Nur wenn Sie sich das bewusst machen, dass Sie zum Beispiel so eine bestimmte Antreiberdynamik, dass Sie der noch unterliegen, dann sind Sie wieder die Steuerung, dann \u00fcbernehmen Sie wieder die Steuerung und k\u00f6nnten zum Beispiel schauen, was habe ich so lange trainiert und ausprobiert, was was liegt da eigentlich f\u00fcr ein Talent drin. Also ich nehme mal das Beispiel, sei stark. Wenn ich das ganz fr\u00fch gelernt habe, bedeutet das, dass ich gelernt habe, tats\u00e4chlich auch mich von meinen Emotionen zu differenzieren, zu trennen. Und ich bin oft der Fels in der Brandung. Das sind Menschen, die, wenn alle anderen, ich sag es umgangssprachlich mal vielleicht umkippen, bleiben sie stehen und k\u00f6nnen das Schiff steuern. Das ist nat\u00fcrlich etwas, was ich als ein Talent bezeichnen w\u00fcrde, in den Situationen, wo es auch wirklich angemessen ist. Und Sie k\u00f6nnen es steuern, wenn Sie entscheiden, wann Sie es einsetzen und wann nicht. Jemand, der eine Antreiberdynamik hat, sei stark, kann nicht mehr differenzieren und sie abschalten, sondern die schaltet sich automatisch ein und die Person ist immer stark und immer abgeschaltet ist die Verbindung zu den Gef\u00fchlen. Zum Beispiel jemand, der im Job ausbrennt und ein Burnout hat. und dann zu mir kommt, dass wir dann darauf schauen, was f\u00fcr Dynamiken bei dieser Person immer noch aktiviert sind, die vielleicht auch genau dazu gef\u00fchrt haben. \nMH: Das hei\u00dft, diese Verbindung zwischen Emotionalit\u00e4t und und und kognitivem Denken, die muss quasi ineinander \u00fcbergehen oder sollte, ne, die sollte sich, sollte deckungsgleich sein. \nAL: Also f\u00fcr mich Dass ich wei\u00df nicht, ob ich Sie jetzt so richtig verstehe, dass das auf alle F\u00e4lle zusammenh\u00e4ngt. Nat\u00fcrlich mein Denken, dass es also kongruent ist, was ich denke, dass das Gef\u00fchl da, dass das Gef\u00fchl da zu stimmig ist und. daraus leitet sich das passende Verhalten ab.\nMH: Ja, genau, weil das muss man halt in der Erinnerungsarbeit klar bekommen, ne?\nAL: Ja, also es ist nat\u00fcrlich wirklich auch eine Art von innerer Arbeit, da hinzukommen, was treibt mich eigentlich an, welche Antreiber, Dynamiken habe ich denn eigentlich tats\u00e4chlich, die mich steuern, ne? In dem Buch steht ja zum Beispiel dieser Test, wo wir Fragen beantworten k\u00f6nnen, Und da k\u00f6nnen wir uns ann\u00e4hern und bekommen so eine Richtung und dann geht es weiter, dass sie selber \u00fcberpr\u00fcfen, wenn sie so ein Testergebnis haben, mal angenommen es ist sei stark oder ich mache es immer allen recht, dass sie dann in Erinnerungsarbeit gehen und \u00fcberpr\u00fcfen, ja, wo passiert mir das aktuell oder wo ist es mir auch in der Vergangenheit immer wieder passiert, dass ich durchhalte oder dass ich es anderen recht mache, aber nicht mir. Und dann kann ich erst mal erkennen und kann es dann benennen und dann geht es in die Ver\u00e4nderung. \nMH: Und konkrete Hilfestellung ist tats\u00e4chlich auch in einem ersten Tool der Selbstanalyse behoben, ne?\nAL: Ja, unter anderem jetzt, wenn Sie auf das Buch ansprechen, das kann ich auf alle F\u00e4lle machen oder aber auch nat\u00fcrlich \u00fcber die direkte Arbeit mit jemandem, der damit sich auch auskennt.\nMH: Es gibt \u00dcbungen dazu, wie man sich von erlernten Grundmustern befreien kann, ne? Die haben Sie auch erw\u00e4hnt.\nAL: Ja, also es gibt verschiedene Zug\u00e4nge und es geschieht, es gibt verschiedene Ebenen, w\u00fcrde ich, so w\u00fcrde ich es gerne nennen, also dass wir verschiedene Erlebnisebenen haben, Erlebnistiefen, wo jemand in die Ver\u00e4nderungsarbeit gehen kann. Wenn ich jetzt bei den Antreibern bleibe, bedeutet das, dass ich zum Beispiel auf der Verhaltensebene arbeiten kann. Wieder ein Beispiel. Jemand, der sei stark an Treiberdynamik hat, wenn es da um Ver\u00e4nderungsarbeit geht, ist es immer so, dass ich zum Beispiel in der Ausbildung gerne ein paar \u00dcbungen anbiete, wo sie \u00fcben k\u00f6nnen, die Person Hilfe anzunehmen. Also f\u00fcr jemand, der sei stark an Traberdynamik hat, f\u00fcr den ist es eine Schwierigkeit in der Regel, von anderen Hilfe anzunehmen. Und dann geht es darum, dass jemand \u00fcbt, vielleicht mehrmals in der Woche oder im Monat, um Hilfe zu fragen. Oder jemand mit der Antreiber-Dynamik, mach es allen immer recht, dass diese Person wirklich f\u00fcr sich, und das bedeutet f\u00fcr einige Menschen wirklich Arbeit, zu \u00fcben, zuerst auf sich zu gucken und bei sich zu sein und zu schauen, was die Person braucht, bevor sie in die Beziehung zu anderen eintritt. Das w\u00e4re jetzt auf der Ebene der der Verhaltensweisen. Und nat\u00fcrlich kann man auch noch tiefer gehen, wo es um Erlebnistiefe geht, wo es um unerf\u00fcllte Bed\u00fcrfnisse geht. Also da geht es dann wirklich um auch ein bisschen Regressionsarbeit, Biografiearbeit, weil Antreiberdynamiken entstehen in fr\u00fchen Jahren, weil es unerf\u00fcllte Bed\u00fcrfnisse gab. Also dass jemand zum Beispiel gesagt hat, ich bin nur okay in dieser Familie. Ich bleibe jetzt mal immer bei diesem Beispiel, sei stark. Also ich bin nur okay in dieser Familie und da komme ich auch gut durch, wenn ich immer stark bin. Das hei\u00dft, darunterliegende Bed\u00fcrfnisse werden erst mal verleugnet oder nicht gelebt und nicht gesehen. Und das bedeutet, um Ihre Frage zu beantworten, Ver\u00e4nderungsarbeit, auch auf dieser Ebene daran zu arbeiten, wie jemand daf\u00fcr sorgen kann, dass er ungelebte Bed\u00fcrfnisse von damals im Heute lebt. \nMH: Und Sie sprechen da auch von Erlaubniss\u00e4tzen?\nAL: Ja, es geht immer dann f\u00fcr uns jedenfalls auch in der Transaktionsanalyse um auch eine innere Erlaubnis, die A. einmal jemand sich selber geben kann und es kann aber auch sein, dass jemand noch die Verst\u00e4rkung auch von der anderen Ebene braucht, dass jemand anderem, jemand anders jemandem auch die Erlaubnis gibt zu etwas, was der Person bisher verboten erschien, wie ich vorhin sagte. Ich darf zum Beispiel erfolgreich sein, so ein Klassiker f\u00fcr Frauen, die zu mir kommen, darf ich erfolgreich sein, darf ich viel Geld verdienen, darf ich an mich denken und dann geht es wirklich um um solche Punkte dabei.\nMH: Auch wenn wir jetzt bei der konkreten Umsetzung bleiben, was beinhaltet das Sechs-Schritte-Programm? zur Neuorientierung?\nAL: Ja, es hat sich als sehr hilfreich auch in der Praxis erwiesen, dass wir nach so einem bestimmten Vorgang arbeiten. Und das hei\u00dft, dass ich mit dem Kandidaten oder auch das Sechs-Schritte-Programm bedeutet, dass wir erstmal eine Inventur der alten Gewohnheitsmuster vornehmen. Das hei\u00dft, wenn jemand zu mir kommt, geht es wirklich erstmal so Standortanalyse, wie ist es aktuell? Und mit Gewohnheitsmuster meine ich zum Beispiel: Wie ist dein bisheriges Denken? Wie ist dein bisheriges Gef\u00fchl? Gef\u00fchl in bestimmten Situationen und wie verh\u00e4ltst du dich? Und mit einer Inventur ist wirklich Spurensuche gemeint. Und dann gucken wir auf das, was ist funktional und das, was ist dysfunktional, also was behindert jemanden. Und im zweiten Schritt geht es darum, den Bezugsrahmen zu erweitern, das hei\u00dft zu schauen, was kann die Person, derjenige, diejenige noch dazu bekommen, damit sie weitergehen kann. Also was brauchst du? Und der dritte Schritt bedeutet, dass wir Entwicklungsziele festlegen, dass jemand drauf schaut, wo willst du \u00fcberhaupt hin? Zum Beispiel in deinem neuen Job, m\u00f6chtest du was nicht mehr haben, nicht mehr erleben? Was sind deine Ziele? Vor allem, was ist dein lohnenswertes Ziel? Jemand ver\u00e4ndert sich ja nur und geht los, wenn das Ziel, was jemand sich gesetzt hat, auch wirklich lohnenswert ist. Und dann geht es im vierten Schritt um Entscheidungen treffen. Das ist auch so etwas, was mir sehr h\u00e4ufig begegnet, die Schwierigkeit, stimmige und kluge Entscheidungen zu treffen. Also damit tun sich nicht sehr, da tun sich wirklich nicht wenige sehr schwer.\nMH: Ja, das ich, ich, ich denke, das ist vielleicht auch einer der schwierigsten Schritte, ne?\nAL: Ja, weil es gibt so viele M\u00f6glichkeiten und es werden ja nicht weniger. Es war schon vor Jahren, als ich begonnen hab, gab es schon wei\u00df ich nicht, fast 20000 M\u00f6glichkeiten zu w\u00e4hlen und wir haben ja wirklich noch mehr, aber das verwirrt mehr, als dass es den Menschen gerade hilft.\nMH: Ach, Sie meinen auch, was jetzt so die Berufsorientierung angeht, ne, was sich an Berufsfeldern noch neu er\u00f6ffnet hat mit I. T. und genau,\nAL: genau, bezogen jetzt auf den Beruf, aber wir k\u00f6nnen das nat\u00fcrlich erweitern, das Feld. In allen anderen Bereichen erlebe ich es auch, dass Menschen sich schwer tun, Weil es auch da ja so viele mehr M\u00f6glichkeiten gibt, ob es jetzt bei der Partnerwahl ist, den Wohnort oder sich aufzustellen. Also es gibt ja wirklich viele M\u00f6glichkeiten und das ist immer der vierte Schritt, ist ein besonders zeitintensiver Punkt. Wie treffe ich kluge und f\u00fcr mich gute Entscheidungen? Weil viele haben auch Angst, ne, dieses Fear of Missing Out, glaube ich, ja auch einigen bekannt. das treffe ich die richtige Entscheidung oder wenn ich mich jetzt f\u00fcr den Job entscheide, wenn wir alle Schritte gut durchlaufen sind, da haken wir immer fest. Also da wird es dann wirklich noch mal spannend, dass jemand sich auch traut und da kommt wieder die Komfortzone und die Schritte und die Ermutigung, die Erlaubnisse und dieser Begleitschutz dann zu. Das ist dann schon der n\u00e4chste Schritt, der f\u00fcnfte, wo es wirklich darum geht, das muss keiner alleine machen. Also das ist etwas, wo ich auch oft sage, einmal sicherlich, wenn jemand bei mir ist, dass ich jemand begleite, aber auch noch andere, die dich dabei supporten, wenn du losgehst, ne? Und der letzte Schritt, dass jemand nat\u00fcrlich, wenn jemand Ver\u00e4nderung initiiert und losgeht und alle Punkte f\u00fcr sich gut durchlaufen hat, dass es auch darum geht, Gelegenheiten zu schaffen f\u00fcr diese Ver\u00e4nderung. Wenn jemand in die Talentsuche gegangen ist, ein Talent f\u00fcr sich entdeckt hat, ein Neues zum Beispiel, Jemand hat fr\u00fch gelernt, jemand k\u00f6nnte nicht singen und ist jetzt aber dahin wirklich gekommen, dass das eine einschr\u00e4nkende Identit\u00e4tspr\u00e4gung war und kann das. Dann geht es jetzt in diesem Punkt nat\u00fcrlich darum, dass jemand auch Fl\u00e4che braucht, um das zu \u00fcben. Also eine Steffi Graf konnte auch alles nur \u00fcben, nur erlernen, ihr Talent, weil sie einen Schl\u00e4ger hatte und den Raum und die Gelegenheit. ein Talent auszu\u00fcben. Und so \u00e4hnlich ist es auch, wenn wir heute Talente entdecken im Denken und F\u00fchlen, muss jemand die Erlaubnis haben und den Raum auf diese Art und Weise, den zu f\u00fcllen, den Raum.\nMH: Genau, ja, wenn ich noch mal auf Schritt 4 zu sprechen kommen darf, wo es um die Entscheidungsfindung geht, wenn ich das jetzt mal ganz plakativ runterbreche auf auf die Aussage, die man ja auch dann oft zu h\u00f6ren bekommt: 'H\u00f6r auf dein Herz', ne? Was ist damit, ne? Dann, dann findest du deinen Weg. Also dann, dann muss man gar nicht mehr, wenn man den Kopf ausschaltet und auf das Herz h\u00f6rt, dann ist der Weg richtig. Was sagen Sie dazu? \nAL:Na ja, Sie haben ja schon gemerkt, ich hab gerade 'n bisschen gel\u00e4chelt, aber Sie ja auch. Also ich, Verbinde mal mit dem Herz das Gef\u00fchl. Also viele sagen ja auch, h\u00f6r auf dein Herz, h\u00f6r auf dein Gef\u00fchl. Und ich habe es gerade gerade vorgestern in der Ausbildungsgruppe noch mal gesagt, dass wir auch unsere Gef\u00fchle \u00fcberpr\u00fcfen d\u00fcrfen. Das hei\u00dft ja, dass Gef\u00fchle auch alte Gef\u00fchle sein k\u00f6nnen. Und wenn wir uns nur auf das Gef\u00fchl verlassen, kann es sein, dass wir uns auf ein altes Gef\u00fchl verlassen, was wir fr\u00fcher einmal gef\u00fchlt haben. archiviert haben und im heute noch mal aktualisieren. Und es kann durchaus, ich nenne es mal ganz vorsichtig, falsch sein. Oder besser ist, glaube ich, wenn ich sage, es kann ein altes Gef\u00fchl sein. Ich w\u00fcrde immer die Kombination dazu nehmen. Ich w\u00fcrde wirklich A sagen, \u00fcberpr\u00fcfen, pr\u00fcft mal, ist es ein aktualisiertes Gef\u00fchl im Hier und Jetzt, so oder ist es etwas, wir nennen das in der Transaktionsanalyse auch Ersatzgef\u00fchle. Ersatzgef\u00fchle sind wirklich so eingefrorene, von fr\u00fcher entwickelte, die wir genommen haben und nicht \u00fcberpr\u00fcft haben im Heute,\nMH: bei der wir uns vielleicht in Sicherheit gewogen haben oder \nAL: Ja, ja, oder aber wir haben ein Gef\u00fchl mit einer negativen, eine negative Situation fr\u00fcher. Und wir haben da eine Angst entwickelt und wir haben das archiviert. Und wenn wir uns heute beruflich neu bewerben und wir kommen in \u00e4hnliche Situationen und dann bewirbst du dich da vielleicht nicht, weil die Angst kommt. Also dann kommt jemand und sagt, oh, das kann ich nicht, ich bin da \u00e4ngstlich. Dann bin ich so, dass ich mit jemandem gerne auf diese Angst gucke und genau das \u00fcberpr\u00fcfe. Ist das eine alte Angst oder ist das eine berechtigte, eine funktionale, eine hilfreiche Angst? Und dann k\u00f6nnen wir dann ein bisschen so diese diese Fl\u00e4che enttr\u00fcben, also ein bisschen besser aufmachen und die Entscheidungen kombinieren mit dem Verstand. Also Realit\u00e4tscheck nenne ich das auch gerne. Also ich finde die Harmonisierung von beiden ganz gut. \nMH: Aber das ist ja ganz sch\u00f6n tricky, hey. Ja, h\u00f6r auf dein Herz, aber da darf man dann auch ein bisschen differenzieren, ne? Ja, ja, ja. Ich habe trotzdem noch die eine Frage nach den. 5 Lebenseinstellungen, von denen Sie sprechen. Ja, genau, welche sind das? \nAL: Sie meinen die Lebensgrundeinstellung? Ja, genau. Also ich bin O. K., du bist O. K., meinen Sie die?\nMH: Ja, genau. Und was man damit machen kann, oder ich hatte die Frage, oder nicht machen, oder oder die, wenn wir in der Erinnerungsarbeit so auf uns blicken, ne? Welche davon begleiten uns? Sind das wirklich, folgt jeder nur einer Lebensalter? Ich, ich kann das f\u00fcr mich so noch nicht definieren, ne, was sie, was sie damit, was sie damit meinten.\nAL: Also, es ist ein ganz hilfreiches Konzeptmodell, finde ich, au\u00dfer auch aus der Transaktionsanalyse. Das Modell verwende ich tats\u00e4chlich \u00f6fter auch im Zusammenhang mit beruflichem Neustart. Das meint, dass wir auch hier wieder sehr fr\u00fch in unserer Kindheit eine bestimmte Lebensgrundeinstellung einnehmen und lernen aufgrund der ganz fr\u00fchen Bindungserfahrungen mit unseren Bezugspersonen. W\u00fcrde es mal so abgek\u00fcrzt beschreiben jetzt, dass wir diese Grundeinstellungen benennen, die umgangssprachlich \"Ich bin okay, du bist okay\" oder \"Ich bin nicht okay, du bist okay\". Also wir k\u00f6nnen uns abwerten und auch andere oder auch uns und andere. Und wir k\u00f6nnen nat\u00fcrlich sagen, ich bin okay und du auch. Und damit meinen wir, was so abgek\u00fcrzt benannt wird, meint aber ein sehr umfangreiches Konstrukt, wie Menschen, mit welcher Haltung Menschen durch die Welt gehen und mit welcher Haltung sie zum Beispiel auch eine berufliche Neuorientierung starten. Das bedeutet, dass wir auch darauf schauen und daran arbeiten, wie jemand mit zu einer Grundhaltung kommen kann, die nennen wir, ich bin okay, du bist okay, realistisch. Also nicht wenige werten sich ab und kommen mit einer mit einem Gef\u00fchl von Minderwertigkeit, dass sie etwas nicht k\u00f6nnen oder andere k\u00f6nnen das besser. Und das ist nat\u00fcrlich kein guter Start f\u00fcr einen beruflichen Neustart, wo jemand sich vielleicht in die Selbstst\u00e4ndigkeit begibt neu oder wo jemand sich bewerben soll mit einem guten Energiefeld. Und da braucht er tats\u00e4chlich noch mal eine neue Haltung zu sich selbst, aber auch zu dem Gegen\u00fcber oder zu der Welt im Ganzen. Und auch die gilt es wieder erst einmal anzuschauen, welche bringst du mit und wie k\u00f6nnen wir die \u00e4ndern? Wie kannst du die \u00e4ndern?\nMH: Ja. Wann ist es denn tats\u00e4chlich sinnvoll f\u00fcr jemanden, sich auf genau diese spezialisierte Talentsuche zu begeben? Ich meine, so Reflexionsarbeit, Erinnerungsarbeit oder so, aber. Wann ist es wirklich sinnvoll, dass man nach seinen Talenten sucht?\nAL: Also, da fragen Sie jetzt die Richtige. Ich bin ja nat\u00fcrlich ein Fan davon und w\u00fcrde sagen, immer, dass ich A meine Talente suche und dass ich sie kenne, weil ich lebe ganz anders. Weil ich lebe ja mit einem ganz anderen Bewusstsein. Ich bin in einem ganz anderen Energiefeld. Ich erlebe nicht, ich nenne es wirklich ein bisschen so, nicht an dem Leben vorbei, sondern ich. Tue das, was ich gut kann, was ich gerne mache, was mir leicht f\u00e4llt. Wir leben ja noch und Gott sei Dank in einer Kultur, in einer Gesellschaft, wo wir uns das wirklich aussuchen k\u00f6nnen. Also beruflich jetzt, kann ich jetzt, ich klappe mal in dem beruflichen Feld, um nicht zu gro\u00df zu werden bei den Themen. Aber dass ich nat\u00fcrlich sage, das ist f\u00fcr jeden, f\u00fcr jede hilfreich, sich damit mal auseinanderzusetzen, zu gucken, zu fragen. Es gab einen riesen Booster durch die. Corona Pandemie, dass Menschen ja gezwungen wurden, mal innezuhalten, stillzustehen und das hat f\u00fcr mich so, wenn ich so schaue, nie auf. jetzt danach nicht mehr aufgeh\u00f6rt, dass Menschen genauer hingucken, was haben sie f\u00fcr ein Talent? Es ist ja im Grunde die Frage danach, mein Denken, mein F\u00fchlen und Verhalten auszusch\u00f6pfen.\nMH: Aber wie Sie auch sagen, es ist letztendlich die Essenz, ne, auch wirklich dann auch ein viel, ja nicht einfacheres, aber ein ein Leben in Leichtigkeit zu f\u00fchren, ne, weil es mir ganz anders von der Hand geht, weil ich mich ganz anders oder besser erf\u00fcllt f\u00fchle, das sind ja, je nachdem, wie ich halt gestrickt bin, ne.\nAL: Ja, das ist ganz manchmal jetzt f\u00fcr mich nat\u00fcrlich, ich sag jetzt zwar ganz simpel, aber die Menschen, die zu mir kommen, f\u00fcr den ist, f\u00fcr die sind, sind die Prozesse nicht so ganz simpel. Also jemand, der jetzt kommt, beruflicher Neustart, kommt zum Beispiel, weil er in der Firma schlechte Erfahrung mit einem Kollegen oder einer Kollegin oder einer Vorgesetzten gemacht hat. Und hat noch nicht gelernt, sich zu widersetzen oder zu wehren, also wehrhaft zu sein. Und dann ist ein Talent, dass jemand lernt, f\u00fcr sich sich zu erlauben, ich darf mich auch wehren. Ich darf, ne, ich muss mir nicht alles gefallen lassen. Das ist Talententwicklung. Also, wenn dann jemand rausgeht und sagt, aha, ich muss ja gar nicht den Arbeitsplatz wechseln, ich glaube, ich muss einfach lernen, es nicht mehr immer allen recht zu machen, also die Antreiberdynamik aufzul\u00f6sen. und jemandem auf eine konstruktive, wertsch\u00e4tzende Art und Weise Paroli zu geben. \nMH: Genau, was wir dann wirklich auch als Talent definieren d\u00fcrfen, ne?\nAL: In meiner Welt oder wie ich Talent definiere, ja, deshalb sage ich gerade, das geht nicht darum, dass ich jetzt super Tennis spiele, Klavier spiele oder super das und das kann, das geh\u00f6rt nat\u00fcrlich auch dazu, jemand, der gut im Rechnen ist, also gute mathematische F\u00e4higkeiten hat, das ist nat\u00fcrlich toll, wenn der am richtigen Platz, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort sitzt. So, also das geh\u00f6rt auch dazu, ne, das schlie\u00dfe ich gar nicht aus dabei und das kommt auch mit hinein. Aber eben so etwas wie das Beispiel von mir eben genannt, ist auch ein Talent, dass jemand dann rausgeht, gest\u00e4rkt und sagt, wow, da \u00f6ffnen sich f\u00fcr mich ja jetzt ganz andere T\u00fcren.\nMH: Und Sie m\u00f6chten auf jeden Fall Mut machen, so h\u00f6re ich das raus,\nAL: gerne. \nMH: Ja, was, was, was k\u00f6nnen Sie uns mit auf den Weg geben? Aber ich, ich h\u00f6re es schon raus, wovon Sie so erleuchtet sind und was, was Sie, aber was m\u00f6chten Sie so ganz besonders weitergeben?\nAL: Na ja, das mit dem Erleuchtet ist schon ein bisschen weit, das w\u00fcrde ich ein bisschen gerne relativieren wollen, aber ja, was m\u00f6chte ich gerne weitergeben? Ich erinnere mich gerade so bei Ihrer Frage an Ich wei\u00df nicht, wer das kennt, aber Martin Buberl hat ja den ber\u00fchmten Satz gesagt, der Mensch wird am Du zum Ich und Identit\u00e4t entsteht ja nicht im luftleeren Raum und alles das, was ich bisher ja so gesagt habe, hat ja gezeigt, dass es immer in Resonanz mit anderen Menschen geschieht, unsere Entwicklung. Und wir haben uns schon ganz fr\u00fch entwickelt, als wir Kind waren, S\u00e4ugling waren, in Beziehung mit anderen Menschen. Wir sind aber auch krank geworden an anderen Menschen. Und wir k\u00f6nnen wieder gesund werden durch andere Menschen. Also, ich finde diesen Satz \"Der Mensch wird am Du zum Ich\" ganz fein, weil ich w\u00fcrde gerne mitgeben, dass es. wichtig ist, dass wir uns immer weiterentwickeln, also dass wir wirklich gucken, was sind unsere Ressourcen, was sind unsere Talente im Denken, im F\u00fchlen und im Verhalten, aber nicht, weil wir alle noch ich-bezogener werden sollen oder egoistischer, sondern weil wir dann erst richtig und gut f\u00e4hig sind zum Du, also um mit anderen in einen guten Kontakt zu kommen. Und ich glaube, das brauchen wir gerade und da erweiter ich jetzt mal gerne das Feld raus aus beruflicher Neuorientierung im Gesamten. das brauchen wir gerade wieder, so ein ganz starkes Wir, \nMH: in die Kommunikation zu kommen.\nAL: Ja, also wirklich zu gucken, was ist da drau\u00dfen los in der Welt und ich merke, dass es gut ist, immer wieder auch erstmal bei sich anzufangen, zu gucken, sich weiterzuentwickeln, weil wenn ich gut mit mir aufgestellt bin, zufrieden bin, f\u00fcr mich sorge, dann kann ich in guten Kontakt mit ihnen treten. Also dann kann ich, ne, meine Bed\u00fcrftigkeit \u00e4u\u00dfern oder ich kann sie erf\u00fcllen und Ich wei\u00df, was ich beruflich machen will und so gehe ich ganz anders los. Das hei\u00dft nicht, dass ich alles erf\u00fcllt bekomme, aber ich glaube, das w\u00fcrde ich gerne mitgeben und weitergeben, dass einfach jeder weiter gut an diesen Dingen f\u00fcr sich arbeitet, damit er gut zum anderen zu mir wird. \nMH: Das ist ja, also ich sp\u00fcre da tats\u00e4chlich auch durchs Mikrofon eine wahnsinnige Energie in Ihnen. Also. dass sie, dass sie genau das, n\u00e4mlich auch, ja, dass sie auch sagen wollen, Mensch, durchbrich Gewohnheitsmuster, mach dich auf den Weg der Ver\u00e4nderung. \nAL: Und ja, ich wei\u00df einfach, weil es so hilfreich war. Entschuldigung, wenn ich das noch kurz einf\u00fcge, weil aus eigener Erfahrung, also wirklich so die eigene Arbeit, die ich geleistet habe f\u00fcr mich und vor allem den Gewinn, den ich daraus gezogen hab. Ich glaube, dass diese Euphorie geht nur r\u00fcber, weil ich wei\u00df, was dabei rauskommt. \nMH: Ja, ja. Ja, Frau Landschof, also ganz, ganz vielen Dank, dass wir uns \u00fcber Ver\u00e4nderungsprozesse und ne die auf unsere in Bezug auf unsere Talentsuche dar\u00fcber sprechen konnten. Ja, danke f\u00fcr Ihre Einblicke. \nAL: Ja, vielen Dank f\u00fcr den Austausch, dass ich da mit Ihnen \u00fcber diese Themen sprechen durfte. Vielen, vielen Dank auch zur\u00fcck. \nMH: Also, alles Gute und Liebe, ne. \nAL: Danke. \nMH: Tsch\u00fcss. \nAL: Tsch\u00fcss. \nMH: Auf Talentsuche gehen, um wirklich dein authentisches Leben leben zu k\u00f6nnen, dar\u00fcber habe ich heute mit der Transaktionsanalytikerin und Coachin Andrea Landschof gesprochen. Sie hat zu diesem Thema auch das Buch geschrieben mit dem Titel \"Das bin ich verborgene Talente entdecken und Ver\u00e4nderung gestalten\". Und das ist in einer erweiterten Auflage erschienen. Ja, ich hoffe, es hat dich irgendetwas angesprochen und konntest etwas mitnehmen f\u00fcr dich. Gib mir gerne Feedback auf blogweise.junfermann.de, auch zu Themen, die du gerne besprochen haben m\u00f6chtest. Ja, ich jedenfalls sage danke f\u00fcrs Zuh\u00f6ren und es bleibt mir nur noch zu sagen, gib sch\u00f6n auf dich acht. Deine Marion.": null}